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Loccum / Offene Hochschule

Wunsch nach mehr Transparenz


Abitur ist seit der Novellierung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes im Jahr 2010 nicht mehr nötig, um ein Studium aufnehmen zu können. Eigentlich. Chancen, Möglichkeiten und Probleme beim Zugang von qualifizierten Nicht-Abiturienten haben Vertreter von Hochschulen, aus der Erwachsenenbildung, der Wirtschaft und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur bei einer Fachtagung zur „Offenen Hochschule Niedersachsen“ in der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum erörtert.

„Bildungslandschaft gestalten – Anschlusslernen ermöglichen“ steht auf dem Plakat im Hintergrund. Zur Fachtagung „Offene Hochschulen Niedersachsen“ diskutieren 60 Teilnehmer auch hierüber.

© ade

Loccum (ade). In einem sind sich die 60 Teilnehmer einig gewesen: mehr Transparenz muss geschaffen werden, damit das Gesetz umgesetzt und solchen, die davon profitieren könnten, der Zugang ermöglicht wird. Wer jedoch studieren darf, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, welche Qualifikationen vorzulegen sind, wie Beruf und Studium vereinbart werden können und welche Angebote es gibt, um sich auf ein Studium vorzubereiten oder fehlende Qualifikationen einzuholen – das sind Fragen, auf die so manche Hochschule keine Antworten hat. „Mehr Transparenz“ forderte Silja Kirsch von der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung. 

Die Bereitschaft der Hochschulen, sich an dem Prozess der Offenen Hochschulen zu beteiligen, sei gestiegen, sagte Anke Hanft von der Universität Oldenburg. In Hochschulen gäbe es allerdings keine entwickelte Didaktik, was beispielsweise dazu führe, dass Unternehmen nicht mit Hochschulen kooperieren wollten, da diese nicht professionell arbeiteten, wenn es darum gehe, Studenten gezielt auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten.

Einen guten Rahmen für solche Vorbereitungen würden hingegen die Heimvolkshochschulen bieten, meinte Hanft. Sie hätten die Kompetenz und die Erfahrung, Interessenten mit vielfältigen Angeboten auf Hochschulstudien vorzubereiten.

Rund die Hälfte der 22 niedersächsischen Heimvolkshochschulen ist bereits in dieses Thema involviert. „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit Universitäten zusammen“, sagt die stellvertretende Direktorin der Loccumer HVHS, Berbel Unruh. Speziell zum Thema der Offenen Hochschulen bereite sie in Kooperation mit der Leibniz-Universität Hannover zwei Formate vor. Zum einen soll für Berufstätige eine Woche unter dem Motto „Studieren probieren“ angeboten werden, zum anderen sollen ausländischen Studierenden Landeskunde und interkulturelle Kommunikation nahe gebracht werden.

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