Rehburg-Loccum (ade). Viele Gewerbegebiete seien im Landkreis Nienburg vorhanden, meist seien sie aber unattraktiv, erläuterte Rehburg-Loccums Bürgermeister Dieter Hüsemann den Ausschussmitgliedern. Deshalb habe die Wirtschaftsförderung im Landkreis angeregt, einen Gewerbeflächenpool auf 270 Hektar an der Bundesstraße 6 nahe Nienburg auszuweisen, an dem sich die Kommunen des Landkreises zunächst mit den Kosten, später dann auch mit den Erträgen beteiligen könnten. Die Stadt Nienburg, Landesbergen, Steimbke und Husum hätten bisher Interesse gezeigt. Die Frage sei nun, ob Rehburg-Loccum ebenfalls daran teilhaben wolle.
Hüsemann gab zu bedenken, dass Rehburg-Loccum ein eigenes Industrie- und Gewerbegebiet nahe Loccum an der Bundesstraße 441 plane, das von der Infrastruktur nicht hinter dem Gewerbeflächenpool bei Nienburg zurückstehe. Zudem bringe ein Gewerbegebiet nahe Nienburg der Stadt zwar eventuelle Einnahmen, schaffe aber keine zusätzlichen Arbeitsplätze vor Ort, die schließlich häufig auch Wohnbedarf nach sich zögen.
„Uns bleibt nichts anderes übrig, als unser eigenes Gewerbegebiet zu forcieren“, meinte Ausschussmitglied Joachim Seele (CDU). Der demografische Wandel, der für Rehburg-Loccum noch dramatischer prognostiziert werde als für viele andere Kommunen, zwinge dazu. Bernd Sandmann (Bündnis 90/Die Grünen) machte den Vorschlag, das eigene Gewerbegebiet ähnlich dem Nienburger Modell interkommunal anzubieten. Leese als direkt benachbarte Gemeinde, meinte Hüsemann, könne durchaus Interesse daran haben. An dem Gewerbeflächenpool an der Bundesstraße 6 wollte keines der Ausschussmitglieder die Stadt Rehburg-Loccum beteiligt sehen.
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