Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Als die Obere Straße noch die Aue war

Sachsenhagen / Heimatverein Als die Obere Straße noch die Aue war

Schloßturm, Amtshaus, ein Nebengebäude und ein Brunnen sind geblieben - ansonsten hat sich die Innenstadt von Sachsenhagen innerhalb von rund 350 Jahren grundlegend verändert, wie eine neue Zeichnung verdeutlicht.

Voriger Artikel
Windhorn folgt Bergmann
Nächster Artikel
Drei neue Kalender veröffentlicht

Heute sind vom einstigen Schlossbereich nur noch der Turm, das Amtshaus, ein Nebengebäude und der Brunnen übrig.

Quelle: jpw

Sachsenhagen. Wo sich heute die Obere Straße befindet, floss einst die Aue. „Überhaupt“, so berichtet Anne Beckmann, vom Heimatverein Sachsenhagen-Auhagen, „hat es damals noch viel mehr Wasser gegeben.“

Allerdings – so viel, wie auf der Zeichnung, die ihr Mann Theodor nachkoloriert hat – soll es nun auch wiederum nicht gewesen sein. Die Zeichnung selbst basiert auf einem Grundriss von 1677, den die Stadtführerin Erika Sembner bei ihren Führungen stets mit sich trägt. „Ein Herr Brandt“, berichtet Anne Beckmann, „hat sie gefertigt.“ Er sei kein Sachsenhäger, aber zweimal bei einer Führung gewesen, bevor er den Grundriss in plastischen Gebäuden erstehen ließ.

Brandt hat den Schlossbereich um Schlossturm und Amtshaus wieder entstehen lassen und auch den Brunnen, die zwei Halbschalen, die heute vor dem Schlossturm im parkartigen Areal stehen, nicht vergessen.

1962 sei die Aue nach einigen Verlegungen und Aufschüttungen neu ausgehoben worden: „Bis dahin gab es immer noch die Probleme mit den Überschwemmungen“, sagt Anne Beckmann.
Das Vorwerk – heute der Parkbereich – ist längst verschwunden. Ohnehin habe dort nur ein einziges Haus gestanden, erzählt Anne Beckmann. Zwischenzeitlich hätten sich links die Bleichwiese und rechts die Gärten befunden.

Die Durchfahrt am Schlossturm ist an der Wende zum 20. Jahrhundert abgerissen worden. Der Kommunalarchäologe Jens Berthold ist bei Ausgrabungen am Fuß des Schlossturms eher zufällig auf die entsprechenden Fundamente gestoßen.

Stilisiert dargestellt ist die Domäne am unteren Bildrand. Vis-a-vis befindet sich der erste Durchgang. Im kleinen Turm kontrollierten zu den Zeiten, als der Schlossturm noch bewohnt war, Soldaten die Besucher. „Es kam sicherlich nicht jeder in diesen Bezirk“, weiß Beckmann. Nicht auf dem Bild zu sehen, im rückwärtigen Bereich der Domäne, dort, wo sich heute die Entlastungsstaße befindet, habe es einen großen Teich, einen Karauschenteich gegeben.

Die Zeichnung ist bei der Familie Beckmann zu bekommen. Anfragen unter Telefonnummer (0 57 25) 91 32 03. jpw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg