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Sachsenhagen Auf den Spuren von Gerdas Vorfahren
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18:44 17.03.2010

Sachsenhagen. „Wir stehen auf Gerdas Urgroßmuttter!“ Was die ehemalige Sachsenhäger Grundschullehrerin Rita Schewe den Kindern der vierten Klasse mitteilte, war nicht im übertragenen Sinne, sondern wörtlich gemeint. Der Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Sachsenhagen ist schon vor längerer Zeit umgestürzt – und so las Schewe den Kindern den längst abgeschriebenen und gesicherten Text der Grabsteininschrift eben vor.
Beim Grab nebenan, in dem Leser D. Philippsohn, der Urgroßvater der Namenspatronin der Schule, bestattet liegt, hatten die Kinder zusammen mit ihrer Lehrerin und Rektorin Imke Hermann-Edling die Inschriften noch selbst entziffern können, die hebräische Seite bekamen sie vorgelesen und erklärt.
Auch die Sitte, warum Steine die Grabsteine zieren, erklärte Schewe. Sie regte an, im Fall des umgestürzten Grabsteins einen Brief an den jüdischen Landesverband zu schreiben, damit ein Steinmetz beauftragt werden könne, den Stein wieder fachgerecht aufzurichten. Erde und Blätter hatten die Schüler inzwischen selbst beseitigt.
Nach den Urgroßeltern waren die Großeltern von Gerda Philippsohn Ziel der Exkursion, die in der Schule als Ergebnis des „Tags der Zivilvourage“ am 15. März – aber vor allem als Teil des „Projektes Gerda Philippsohn“ gesehen wird: „Wir werden künftig immer mit den vierten Klassen den Friedhof besuchen“ kündigte Hermann-Edling an. jpw
Bildunterschrift: (Friedhof)Der Stein von Gerda Philippsohns Urgroßmutter wird von Erde und Bättern befreit.
(Friedhof1-4)Die Inschrift auf dem Stein von Gerdas Urgroßvater entziffern Rita Schewe und die Schüler gemeinsam. Wiborg

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