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Sachsenhagen Bereit für „Pastors Garten“
Schaumburg Seeprovinz Sachsenhagen Bereit für „Pastors Garten“
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00:29 30.10.2014
Ekkehard von Kleist gefällt es in Sachsenhagen. Quelle: jpw
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Sachsenhagen

Den 60-Jährigen, der in Schleswig-Holstein geboren wurde, schrecken die großen Schuhe, die Kalkusch hinterlassen hat, allerdings nicht ab.

 Ändern will der neue Geistliche in der Kirchengemeinde möglichst wenig, wie er selbst sagt: „Nur Kleinigkeiten, an der Liturgie.“ Seine bisherigen Eindrücke nach den ersten Gesprächen sind positiv: Freundliche, offene Menschen, habe er getroffen. Von Kleist freut sich dabei über die „sehr schnelle und unkomplizierte Arbeit“, wie er betont.

 „Wenn die Gemeinde entscheidet, dass ich bleiben soll, werde ich auch nach Sachsenhagen ziehen“, sagt der Pastor und sieht die nächsten Monate als eine Art Probezeit: „Ist doch gut, dann braucht die Gemeinde die Katze nicht im Sack zu kaufen.“ Das herannahende Abitur seines jüngsten Sohnes – der Pastor ist Vater von fünf Kindern – sei eben nur ein Grund nicht sofort aus Stadthagen nach Sachsenhagen umzuziehen.

 Der heute 60-jährige von Kleist stammt aus der Nordelbischen Kirche, absolvierte dort Anfang der achtziger Jahre sein erstes und zweites Examen und das Vikariat in Lübeck. Wegen „des Drahtes“ zum damaligen Landesbischof Joachim Heubach, der auch aus Schleswig-Holstein stammte, bewarb er sich in der Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Heubach ordinierte von Kleist am 2. Mai 1982 in der Jetenburger Kirche, für vier Monate arbeitete der junge Pastor in Bückeburg und bekam anschließend die zweite Pfarrstelle in Steinhude. Von 1983 bis 1989 wirkte von Kleist in Lauenhagen und kehrte danach als Militärpfarrer in seine Heimat Schleswig-Holstein nach Kiel und Leck zurück, anschließend wurde von Kleist der zweite – aber vermutlich auch der Letzte – Inhaber der zweiten Pfarrstelle in Stadthagen.

 Dass er mit seinem Vorgänger befreundet ist und die beiden Pastoren in der Zeit, als er in Lauenhagen war „auch mal die an Festtagen die Kanzeln getauscht haben“, kommt ihm jetzt zugute.

 „Wir sind schon in der Planung für eine Retro-Veranstaltung für ‚Pastors Garten‘ im nächsten Sommer“, erzählt von Kleist. Für ihn wäre es kein Problem, „Pastors Garten“ fortzuführen. Man dürfe nicht den Fehler machen, ‚Pastors Garten‘ auf Josef Kalkusch zu reduzieren. „Hinter ihm stand immer eine unheimlich fleißige und motivierte Truppe.“ Von der Meinung dieser Gruppe hänge der Fortgang der Veranstaltung ab.

 Ganz deutlich fällt von Kleists Antwort auf die Frage aus, ob es weiterhin den beliebten Neujahrsempfang in der Kirchengemeinde geben wird: „Aber hallo!“

Von Jan Peter Wiborg

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