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Sachsenhagen Der neue Impulsgeber
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00:17 16.10.2017
Norbert Kubba in seinem Lauenhäger Büro. Am Sonntag beginnt seine Zeit bei der Sachsenhäger Elisabethkirche. Quelle: ano
SACHSENHAGEN

Als sich die Möglichkeit ergeben habe, sich auf die ausgeschriebene Stelle zu bewerben, habe er nicht lange gezögert, sagt Kubba: „Ich befinde mich mittlerweile in einem Alter, in dem ich eine solche Gelegenheit ergreifen muss.“

Die Chance, nochmal in einer anderen Umgebung arbeiten zu können, in Sachsenhagen etwas Neues zu gestalten, habe ihn bei der Bewerbung für die Nachfolge Ekkehards von Kleist beflügelt, so der gebürtige Lindhorster. „In Sachsenhagen sehe ich viel Potenzial. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe.“

Neuerungen in der Nachwuchsarbeit

Neben der etwas größeren Kirchengemeinde, die in Sachsenhagen rund 1800 Mitglieder statt 1106 Personen in Lauenhagen umfasst, gehörten auch Neuerungen in der Nachwuchsarbeit dazu. Assistieren werden ihm, wie in Lauenhagen, seine ehrenamtlichen Helfer Nils Prädel, Delia Nowack und das Ehepaar Nadine und Holger Gaik.

Der konkrete Berufswunsch Pastor sei nicht von Anfang an da gewesen. Vielmehr habe er ursprünglich beabsichtigt, Veterinärmedizin zu studieren, so Kubba, der mit der Lehrerin Julia Beese-Kubba verheiratet ist. Für seine Entscheidung sei zum Einen eine Diabetes, die im Alter von 14 Jahren bei ihm diagnostiziert wurde und die er als „Initialzündung“ für seinen Glauben bezeichnet, entscheidend gewesen und zum anderen die vom Lindhorster Pastor Hans-Dieter Stoffels gesprochenen Worte „Du musst etwas mit Menschen machen“.

Abschied fällt schwer

Auf die ersten Kindergottesdienste des Oldtimer-Fans, in dessen Fuhrpark sich ein Citroen, ein Mini und ein Z3 befinden, folgte das Theologiestudium in Münster, Bielefeld (Bethel) und München.

Von der Maria-Magdalenen-Kirche Lauenhagen, für die er mehr als 17 Jahre tätig gewesen ist, verabschiedet er sich mit positiven Gefühlen: „Es war eine tolle Zeit, wir haben viel aufgebaut. Der Kirchenvorstand hat meine Arbeit immer toll mitgetragen. Da fällt der Abschied nicht leicht.“

Die Zusammenarbeit sei sowohl innerhalb der Kirchengemeinde als auch mit übergeordneten Instanzen sehr angenehm gewesen, erklärt Kubba. „Die Landeskirche ist eine Kirche der kurzen Wege. Alle Mitarbeiter, darunter auch der Bischof, engagieren sich ungemein in ihr.“ Als nicht so positiv empfindet er die anwachsenden Verwaltungsaufgaben: „Der Papierkram nimmt immer mehr zu.“

Für alle mit blauem Licht

In der Sachsenhäger Elisabeth-Kirche will er nun an Bewährtes anknüpfen. Die zentralen Inhalte sollen in der neuen Umgebung fortgeführt werden: „Neben der Arbeit mit Kindern, die mir sehr am Herzen liegt, biete ich auch mehrmals pro Jahr Blaulichtgottesdienste an. Diese richten sich an alle Vertreter, die ein blaues Licht auf ihrem Einsatzwagen haben.“ Rund 70 Veranstaltungen habe es in der Lauenhäger Zeit pro Jahr gegeben. Für Sachsenhagen plant er eine vergleichbare Anzahl.

Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Pastor ist Kubba seit 2007 als leitender Notfallseelsorger des Landkreises Schaumburg tätig. Eine Arbeit, die sich nicht immer angenehm gestaltet: „Da ergeben sich schon einige Situationen, die nicht gerade schön sind.“ Zu den schwierigsten Fällen hätten zwei Herzinfarkte gezählt, die etwa 40-jährige Familienväter an Weihnachten 2016 erlitten hätten. ano