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Sachsenhagen Ehepaar will sich offenbar erschießen
Schaumburg Seeprovinz Sachsenhagen Ehepaar will sich offenbar erschießen
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00:24 16.02.2015
Die Kriminaltechniker der Polizei untersuchen den Tatort an der Schaumburger Straße in Nienbrügge.  Quelle: rg
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Nienbrügge. Beide wurden mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen mit zwei Rettungshubschraubern in Spezial-Kliniken nach Hannover und Bielefeld geflogen.

Gegen 10.40 Uhr ging die Alarmierung bei der Polizei in Stadthagen ein. Ein Bekannter hatte die beiden in ihrem Haus entdeckt. Dem Vernehmen nach waren sie verabredet. In dem Haus lag außerdem der Jagdhund der Rentner – erschossen.

Der Notarzt reanimierte und stabilisierte den 73-Jährigen und seine 74-jährige Ehefrau. Der Mann wurde mit Christoph 13 in die Spezialklinik Gilead nach Bielefeld geflogen, die Frau mit Christoph 4 in die Medizinische Hochschule nach Hannover.

Das Tatortteam der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg und die Kriminaltechniker aus Stadthagen sicherten in dem Haus Spuren. Immerhin kann nach Polizeiangaben auch ein Fremdverschulden so kurz nach der Tat nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Der Einsatz an der Hauptstraße von Nienbrügge sorgte für großes Aufsehen und Bestürzung unter den Anwohnern. Bei Redaktionsschluss waren die Nienbrügger noch am Leben. Allerdings schwebten sie in Lebensgefahr.

Pikant: Im September 2013 hatte die Polizei das Haus durchsucht und 28 Hand- und Feuerwaffen sowie Mengen an Munition sichergestellt. Einen Großteil – darunter auch einige großkalibrige Schusswaffen – hätte der Rentner nicht besitzen dürfen, da er dafür keine Besitzkarte vorweisen konnte.

Zuvor hatte jemand den 73-Jährigen bei der Polizei angezeigt. Gegen ihn wurde wegen illegalen Waffenbesitzes ermittelt. vin

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