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Feuerwehr soll sich nicht streiten

Sachsenhagen / Bedarfsplan Feuerwehr soll sich nicht streiten

Einen Brandschutzbedarfsplan soll in Niedersachsen jede Kommune haben. Diese Vorgabe des Landes wollte ein Arbeitskreis aus Feuerwehrleuten, Verwaltungsmitarbeitern und Kommunalpolitikern auch in der Samtgemeinde Sachsenhagen umsetzen.

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Samtgemeinde Sachsenhagen. Und es schien gar nicht so schwierig. Doch nun soll – wie in anderen Kommunen auch – ein externes Gutachten für 9300 Euro her, denn der Gemeindebrandmeister Joachim Muth wollte die finale Verantwortung nicht übernehmen.

 Dabei ging es Muth bei der jüngsten Sitzung des Feuerwehrausschusses nicht einmal so sehr um den ersten Schritt, der für den Plan notwendig ist: „Die Analyse können wir leisten und die haben wir schon geleistet“, sagte der Gemeindebrandmeister. Die Folgerungen aus der Analyse wollte er lieber ein externes Gutachterbüro ziehen lassen. Muth befürchtet offenbar, sich bei möglichen unangenehmen Entscheidungen allein gelassen zu fühlen.

 „Aus so einem Plan geht zum Beispiel hervor, welche Feuerwehr einen Rettungssatz benötigt und wo er am besten platziert ist“, hatte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier zu Beginn der längeren Diskussion gesagt. Dass darin mögliche Verteilungskämpfe eingeschlossen sein können, wurde schnell deutlich: „Wenn zum Beispiel eine Feuerwehr zugemacht werden soll, was ich nun wirklich nicht will, dann soll das jemand von außen sagen“, meinte Heiko Bothe (CDU). So weit wollten andere Ausschussmitglieder nicht einmal in Gedanken gehen, räumten aber ein, „dass es sein könnte, dass sich Feuerwehren intern in die Haare bekämen“ und signalisierten – bis auf Martin Golembiewski (SPD) – Verständnis dafür, die Entscheidungen von einem externen Gutachter treffen zu lassen.

 Die Entscheidung, was von diesen Empfehlungen schließlich umgesetzt werde, liege ohnehin bei den politischen Gremien, sagte Klaus-Peter Grimpe (SPD). Freddy Hinse (Grüne) stimmte dem zu. Er, so sagte Hinse, könne verstehen, wenn der Gemeindebrandmeister sich „überfordert“ fühle. Dies wiederum wollte Bothe nicht auf Muth sitzen lassen. Nein, überfordert sei dieser nicht, es sei besser, wenn Entscheidungen von außen kämen. jpw

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