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Frauen beim Schützenfest: „Ein toller Farbtupfer“

Sachsenhagen hat ein Damenrott Frauen beim Schützenfest: „Ein toller Farbtupfer“

Mit Interesse verfolgen viele Sachsenhäger derzeit die Auseinandersetzungen in Stadthagen um eine mögliche Beteiligung von Frauen am Schützenfest.

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Volle Anerkennung: Bürgermeister Heinz Mensching mit Rottsprecherin Cornelia Mensching beim „Männerabend“.

Quelle: jpw

Sachsenhagen.. „Was haben wir da in Sachsenhagen für ein Glück“, hieß es unter anderem in den Facebook-Kommentarspalten der Schaumburger Nachrichten.

 Denn in der kleinsten Stadt Schaumburgs ist das, was in der größten Stadt Schaumburgs heiß diskutiert wurde, längst kein Thema mehr. Das Damenrott besteht seit 2006, und selbst einstige Gegner von Frauenpower beim städtischen Traditionsfest sind inzwischen bekehrt. „Wir wollen das Damenrott nicht mehr missen“, betont Bürgermeister Heinz Mensching, der vor nunmehr fast neun Jahren, bei der entscheidenden Abstimmung im Rat sich aus „persönlichen Gründen“ gegen das Rott ausgesprochen hatte. „Damals habe ich gedacht, sie bekommen das nicht hin.“

 Bereits in den 1980er Jahren gab es in den Sachsenhäger Rotts eine Abstimmung zum Thema Frauenbeteiligung: „Damals stimmten 95 Prozent dagegen“, erinnerte sich Mensching. Auch eine weitere Initiative im Rat scheiterte. „Die Frauen konnten 2005 eine Lokalität vorweisen“, meint der Bürgermeister. Das sei für viele ein Argument gewesen, es zu versuchen. So wurde auch der heutige Schützenfestmajor Reinhard Geisler im Festkomitee überstimmt und der Rat bekräftigte das positive Forum. „Ich war auch dagegen“, bekennt Geisler heute. Heute lobt er die Frauen in den höchsten Tönen: „Das Damenrott ist das disziplinierteste Rott“, sagt er, „und ein toller Farbtupfer“.

 Christian Holubicka ist einer von sechs Männern, die im Damenrott die Theke betreuen und den Service übernommen haben. „Das klappt wunderbar“, sagt er. Und auch die Männer sitzen in ihren Rotts nicht ohne Essen und Getränke. „Das ist noch nie eine Schwierigkeit gewesen“, bestätigt Geisler. Im Gegenteil – eher wird die Beliebtheit des Rotts zum Problem. „Es sind 120 Frauen, davon 80 bis 90 Prozent aus Sachsenhagen“, berichtet Geisler. Aus räumlichen Gründen müsse die Zahl jetzt begrenzt werden, die Diele des Rottlokals an der Holztrift ist ausgelastet.

 Mit dem „Männerabend“ und dem Grünkohlessen zum Auftakt der Schützenfestsaison am zweiten Wochenende im Januar ist den Männern eine Domäne geblieben. Zwar werden Rottsprecherin Cornelia Mensching und die jeweilige Schützenkönigin zur Vorstellung der Rottmeister – unter ihnen auch die Rottmeisterin aus dem Damenrott – immer eingeladen, aber ansonsten bleibt es ein Männerabend. Auch schon, weil die räumlichen Kapazitäten des Ratskellers begrenzt seien. „Das haben die Frauen auch immer akzeptiert“, sagen Mensching und Geisler unisono. jpw

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