Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Fusion unter bestimmten Bedingungen

Sachsenhäger Rat für Gespräche Fusion unter bestimmten Bedingungen

Mit einer Mehrheit von sieben Ja-Stimmen hat sich der Rat der Stadt Sachsenhagen dafür ausgesprochen, Gespräche über die Möglichkeit einer Fusion mit den Samtgemeinden Lindhorst, Nenndorf und Niedernwöhren aufzunehmen. Zwei Mitglieder des Gremiums waren dagegen.

Voriger Artikel
Musiktheaterstimmung in der neuen Aula
Nächster Artikel
Nächste Hürde genommen
Quelle: pr.

SACHSENHAGEN. Auf Ablehnung stießen die – nach der ausführlichen und zum Teil emotional geführten Debatte – von Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier ins Spiel gebrachten Pläne bei Freddy Hinse (Grüne) und Volker Töpp (CDU), äußerste Skepsis äußerte Dietmar Steege (SPD).

Allerdings schränkten die Kommunalpolitiker ihr Votum für innerkommunale Gespräche ein: Wedemeier wird in Kürze dem Gremium noch einmal Rede und Antwort stehen müssen, weil – so bemängelten es Mitglieder aller Fraktionen – noch Informationen fehlten.

Dafür werden alle Ratsmitglieder ihre Fragen schriftlich an den Samtgemeindebürgermeister stellen. Zudem musste sich Wedemeier in Abwesenheit Kritik gefallen lassen, die Pläne per Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gebracht und nicht zuerst mit den politischen Gremien intern besprochen zu haben. Als „Unding“ bezeichnete Töpp, dass der Samtgemeindebürgermeister nicht bei der Diskussion anwesend sei.

Dies begründete Stadtdirektor Frank Behrens damit, dass die Sachsenhäger Ratssitzung auf einen Termin verschoben worden sei, an dem Wedemeier als Gemeindedirektor von Hagenburg zeitgleich an einer Sitzung teilnehmen müsse.

Grundsätzlich, so war der Tenor, wollte sich die Mehrheit zunächst ergebnisoffenen Gesprächen nicht verschließen. „Wir können uns das doch erst mal anhören“, so Thorsten Mensching (CDU). CDU-Fraktionssprecher Sebastian Knoche wies darauf hin, dass ohnehin das Votum der Mitgliedsgemeinden letztlich nicht entscheidend sei, ob Gespräche aufgenommen würden. Dies entscheide der Samtgemeindeausschuss.

Verbaler Schlagabtausch

Ob es allerdings am Ende tatsächlich zu einer Fusion mit den genannten Samtgemeinden oder auch anderen Kommunen kommen wird, darüber herrschten im Saal bei einigen Ratsmitgliedern Zweifel. „Ich bin auch noch kein Befürworter“, sagte Bürgermeister Ralf Hantke (SPD). Wichtig sei, so formulierte Hantke seine Erwartungen, dass „etwas Gutes für Sachsenhagen“ dabei herauskomme.

Zu einem einzigen scharfen Wortwechsel kam es zwischen Freddy Hinse (Grüne) und Stadtdirektor Frank Behrens. Hinse hatte während seines Redebeitrages die Verwaltungsvorlage in die Höhe gehalten und gesagt: „Wer weiß, ob das alles so stimmt, wie es hier drinsteht.“ Behrens zeigte sich daraufhin erzürnt, dass Hinse die Verwaltung „der Lüge bezichtigen“ würde.

Hinse bezeichnete das Vorgehen von Samtgemeindebürgermeister Wedemeier als „grundfalsch“. Nach seiner Auffassung befindet sich die Samtgemeinde Sachsenhagen in einem guten Zustand. Die von der Verwaltung beschriebenen Mängel wolle Hinse zunächst von einem unabhängigen Gutachter bestätigt sehen.

Dietmar Steege (SPD) unterstützte zumindest grundsätzlich die Position Hinses. Auch er forderte ein unabhängiges Gutachten. Für ihn stelle sich die grundsätzliche Frage, ob mit dem Geld der Samtgemeinde künftig neue Stellen in der Verwaltung geschaffen, oder andere Samtgemeinden saniert werden sollen. jpw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg