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Grenzwertig:Wohnen im Baugebiet „Lindenweg-West“

An der Kante zwischen Sachsenhagen und Auhagen Grenzwertig:Wohnen im Baugebiet „Lindenweg-West“

 Wohnen in Sachsenhagen, aber schon vor dem Gartenzaun beginnt Auhagen – das wird im interkommunalen Baugebiet „Lindenweg-West“ möglich.

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Quelle: Müller

Auhagen/Sachsenhagen. Dort sollen Anwohner genau auf der Grenze zwischen den beiden Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde leben.

„Wir könnten den vorhandenen Interessenten sofort Bauplätze verkaufen“, sagt Auhagens Bürgermeister Kurt Blume (SPD). Dabei spricht er von jeweils sieben Plätzen mit rund 800 Quadratmetern, die sich auf dem Gebiet der Stadt Sachsenhagen befinden.

Für den Ausbau eines Fußweges am Lindenweg musste sich Auhagen rund 6000 Quadratmeter Land bei einem Privatmann in der Nachbarschaft kaufen. Nach dem Entschluss der Auhäger, ihre Neubaugebiete mit der einzeiligen Bebauung am Lindenweg abzurunden, hat der Rat ohne Probleme das entsprechende Bebauungsplan-Verfahren genehmigt. Nun besitzt die Gemeinde baureifes Land zu je 55 Euro pro Quadratmeter.

„Man wird sicher nicht jeden Tag darüber nachdenken“, fürchtet Auhagens Bürgermeister Blume kein Gefühlschaos wegen des Wohnens auf der Grenze. Er weiß auch, dass es Zeiten gab, in denen das Verhältnis zwischen den Gemeinden deutlich angespannter war. Davon erzählte vor einigen Jahren sogar ein Lied („Auhäger Grenzsteinhasser“) einer überwiegend Sachsenhagen-dominierten Rock-Band. Inzwischen gibt es viele Beispiele für den gut funktionierenden Grenzverkehr: So wohnt der Chef des Sachsenhäger Sportvereins beispielsweise in Auhagen.

„Die Kinder werden dort reinwachsen und den Unterschied nicht mehr merken“, meint Blume. Sollten sich die Neubewohner des Lindenweges künftig eher Auhagen zugehörig fühlen, werden die Neusiedler für ihre Kinder eigens einen Antrag stellen müssen, wenn sie den Kindergarten in Auhagen besuchen wollen.
Laut Blume ist dies egal. Schließlich wird irgendwann ohnehin die Einheitsgemeinde kommen.  jpw

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