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Großer Beifall nach letzter Predigt

Sachsenhagen / Ruhestand Großer Beifall nach letzter Predigt

Mit Beifall im Stehen hat die Sachsenhäger Elisabeth-Gemeinde ihren Pastor Josef Kalkusch nach der letzten Predigt von der Kanzel verabschiedet.

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Unter den Blicken des Kirchenvorstandes entpflichtet Landesbischof Karl-Hinrich Manzke den Sachsenhäger Pastor Josef Kalkusch von seinen Aufgaben in der Gemeinde. 

Quelle: jpw

Sachsenhagen. Bis vor die Kirche standen die Menschen, die den Festgottesdienst mit viel Musik verfolgten. Die Plätze im Ratskeller reichten beim anschließenden Empfang kaum aus. Viele Pastorenkollegen, Vertreter des öffentlichen Lebens und Gemeindemitglieder aus Sachsenhagen und Auhagen waren gekommen, um den beliebten Pastor zu begleiten.

„Heiligsprechung ist in der evangelischen Kirche nicht vorgesehen“, sagte der Landesbischof Karl-Hinrich Manzke mit einem Schmunzeln. Das müsse auch die Gemeinde in Sachsenhagen verstehen. „Aber die Schaumburg-Lippische Landeskirche ist ja eigenständig. Man könnte ja mal darüber nachdenken.“

Manzke und auch der geschäftsführende Superintendent Wilfried Fauth, die Josef Kalkusch von der Arbeit in der Gemeinde entpflichteten, dankten ihm für den Einsatz und das Engagement, aber nicht nur für sein Öffentliches: Vieles sei dabei auch im Verborgenen geschehen, und das sei gut so gewesen.

Kalkusch hatte selbst die Zahl von rund 1800 Predigten genannt, die er in den vergangenen 29 Jahren gehalten hat. Er habe immer dafür stehen wollen, dass Kirche ein selbstverständlicher Teil des Lebens sei. Er habe nicht genau gewusst, wie er mit diesem Tag zurechtkommen würde, sagte Kalkusch. Seine verstorbene Frau habe ihm immer gesagt, dass sein Amt nur geliehen sei. Diese Erkenntnis habe ihm geholfen, sagte der Pastor.

Beim anschließenden Empfang bemühte sich der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Hans-Jürgen Henze, die Rednerliste kurz zu halten, um Raum für Musik sowie Geschichten von und über Josef Kalkusch zu lassen. Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier meinte, dass Kalkusch der Kirche in Sachsenhagen nicht nur „ein“ sondern „sein“ Gesicht gegeben habe. Dies sei meistens nicht rasiert gewesen, habe aber einen Mund, der fast immer lächele. Dieses solle er bitte beibehalten. Als sein „ältester Freund“ dankte ihm sein Kollege Heinz Schultheiß, und Wilfried Fauth wünschte sich weitere Vertretungen von Kalkusch – dabei sei er sich aber nicht sicher, ob dieser über den Mittellandkanal bis nach Lindhorst komme oder wie bisher doch lieber in der Eisdiele sein Eis esse.

Von Jan Peter Wiborg

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