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Kein Ort zum dauerhaften Verweilen

Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen Kein Ort zum dauerhaften Verweilen

Es herrscht Hochbetrieb in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen. Ständig würden neue Tiere gebracht, erläutert Stationsleiter und Tierarzt Dr. Florian Brandes. „In den Sommermonaten ist bei uns sehr viel los. Unter den gebrachten Tiere sind zahlreiche Vögel.“ Ihnen setze unter anderem das momentane Regenwetter zu.

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Auch Nasenbären gehörten schon zu den Gästen der Wildtierstation.

Quelle: Archiv

SACHSENHAGEN. „Kürzlich etwa ist ein völlig durchnässter Jungstorch gebracht worden. Die Tiere sind in der freien Wildbahn aktuell kaum überlebensfähig.“ Einmal eingeliefert, werden sie auf einem etwa 20 Hektar großen Gelände beherbergt, einer Fläche, die in etwa derjenigen des Zoos Hannover entspricht. Derartige Einrichtungen seien auch die Hauptabnehmer: „Wir vermitteln aktiv an die Tierparks. Unser vorrangiges Ziel besteht darin, Tiere auszuwildern oder zu vermitteln.“

Bevor diese jedoch abgegeben werden, kommen sie in Quarantäne, werden vor Ort auf ihre Gesundheit untersucht. Eine dauerhafte Unterbringung in dem seit 2001 existierenden Areal, das zuvor von der Bundeswehr genutzt wurde, sei unmöglich, so Brandes: „Das funktioniert alleine schon aus Kapazitätsgründen nicht.“ Zuletzt hat die Einrichtung jedes Jahr über 2000 Tiere aufgenommen, von Findern gebracht, teilweise auch von den Behörden bei Privatpersonen konfisziert.

Arbeit nicht immer einfach

Zu ihnen gehören etwa 200 unterschiedliche Arten. Amseln, Spatzen, Störche sind darunter, jedoch auch Vipern und Würgeschlangen. Etwa 20 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohlergehen der Tiere. Ihre Bezahlung macht rund 200000 Euro aus und erfolgt durch das Land Niedersachsen sowie die „Aktion Tier“: „Wir erhalten jedes Jahr eine feste Summe. Allerdings könnten wir mehr gebrauchen, um zusätzliches fachkundiges Personal einzustellen.“ In diesem Jahr steht ein neuer Vertragsabschluss an.

Weitere Qualität sei auch nötig, da es die Arbeit mit den gebrachten Tieren oft in sich habe: „Bei manchen Schlangen wissen wir zunächst gar nicht, womit wir es zu tun haben. Und die Aufzucht von Jungtieren gilt als Königsdisziplin der Tierpflege.“ Für besondere Projekte benötigt die Einrichtung Spenden, wie zuletzt durch die Bürgerstiftung Schaumburg. Nur mit ihnen lassen sich größere Bauvorhaben, unter ihnen die Errichtung eines weiteren Gebäudes für Vögel, realisieren.

Rund 58000 Euro, bestehend etwa aus Aufwendungen für Schlosser, Handwerker und Klemptner, aber auch hohen Materialkosten, werden da investiert. Eine Abgrenzung von Pflegergang, Innen- und Außenvolieren ermöglicht Angestellten ein besseres Arbeiten und gibt Tieren Gelegenheit, im Trockenen zu verweilen. Geplant ist auch, die Werkstatt in ein Klassenzimmer umzuwandeln, um Jugendliche über die Arbeit informieren zu können. ano

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