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„MBA Schaumburg“ erreicht gute Werte

Sachsenhagen / Anlage versorgt 15000 Haushalte „MBA Schaumburg“ erreicht gute Werte

Strom für umgerechnet rund 15000 Haushalte erzeugt die Abfallverwertungs- und Behandlungsanlage in Sachsenhagen im Verbund mit der nachgeschalteten Ersatzbrennstoffverwertung im Heizkraftwerk Witzenhausen und im Biomasse-Kraftwerk Hameln. Der Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg, Bernd Insinger, hat jetzt die Ergebnisse eines Gutachtens im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert.

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Strom für 15000 Haushalte produziert der Verbund um die „MBA Schaumburg“ nach Angaben von AWS-Geschäftsführer Bernd Insinger.

Quelle: jpw

Sachsenhagen (jpw).  Bislang, so sagte Insinger, hätten für Abfallverwertungs- und Behandlungsanlagen wie der in Sachsenhagen, die mit mechanisch-biologisch-termischen (MBA) Kombinationsverfahren arbeiteten, keine realistischen Energie- und Klimabilanzen vorgelegen. Wohl aber für Müllverbrennungsanlagen (MVA). Im Ergebnis habe das regelmäßig zu falschen Schätzungen geführt.

 Eine Reihe von Betreibern hat ihre MBA-Anlagen einem Check des Ing.-Büros Abfallwirtschaft und Energietechnik (iba) unter Vorgaben unterziehen lassen, die auch bei Müllverbrennungsanlagen angewandt werden. Demnach erreicht die „MBA Schaumburg“ im Vergleich gute und ohne Drittmengen überdurchschnittlich gute Werte.

 Insinger weist darauf hin, dass die Anlage in Sachsenhagen im Vergleich „eigentlich noch besser“ zu bewerten sei, weil bei den besser platzierten Anlagen mit mechanisch-physikalischer Verwertung (MPS) „die Verwertung organischer Stoffe“ nicht vorgesehen sei.

 Mit dem Verfahren der MBA und nachgeschalteter Ersatzbrennstoffverwertung wird ein Netto-Primärwirkungsgrad von 40,8 Prozent erreicht und eine Netto-Primärenergie, die alternativ zur Energie aus Kohle, Öl, Gas oder Atom zur Verfügung steht, von 60000 Megawattstunden pro Jahr erzeugt. Das entspricht ungefähr einem Strombedarf von rund 15000 Haushalten im Jahr.

 Gleichzeitig werden der Umwelt durch die Restabfallverwertung in Schaumburg jährlich rund 21500 Tonnen klimaschädliches CO2 erspart.

 Spezifisch würden, so erläutert Insinger, rund 950 Kilowattstunden pro Tonne Abfall erzeugt und 307 Kilogramm CO2 pro Tonne Abfall eingespart. Würden nur die Mengen aus dem Landkreis Schaumburg berechnet, und nicht die Mengen, die „importiert“ zum wirtschaftlichen Betrieb der „MBA Schaumburg“ beitragen, betrüge die CO2-Ersparnis sogar 545 Kilogramm pro Tonne Abfall.

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