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Mehr Energie für weniger Geld

Samtgemeinde Sachsenhagen / Photovoltaikanlage Mehr Energie für weniger Geld

So richtig lukrativ, wie noch vor einigen Jahren, ist der Betrieb einer eigenen Photovoltaikanlage für eine Kommune nicht mehr.

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Auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Hagenburg soll in Kürze eine Photovoltaikanlage installiert werden. jpw

Von Jan Peter Wiborg. Die Samtgemeinde Sachsenhagen wird es nach vielen Anläufen nun doch noch versuchen, zumal es inzwischen statt hoher Förderung aufgrund der technischen Entwicklung mehr Energie für weniger Geld gibt.

 Von Beginn des nächsten Jahres an soll eine Photovoltaikanlage mit 24 Kilowatt Nennleistung auf dem Feuerwehrgerätehaus in Hagenburg Strom liefern. Begonnen hatten die Überlegungen im Samtgemeinderat zu einer Zeit, als Photovoltaikanlagen noch teuer, aber die Fördertöpfe noch gut gefüllt waren. Statt weiterhin die Solarstrom- oder Brauchwassererzeugung auf Privatdächern zu bezuschussen – ein entsprechendes Programm ist 2010 ausgelaufen – sollte die Kommune am Solarstromboom mitverdienen.

 Im August 2010 favorisierte die damalige Mehrheitsgruppe von CDU/WGS eine Anlage noch auf dem Dach des Bauhofes. Ein Teil der rund 70.000 Euro, die im Etat für Solarenergie vorgesehen waren, sollte unterstützend für den dringend notwendigen DSL-Ausbau bereitgestellt werden. Das Projekt scheiterte letztlich an der Statikprüfung.

 Beim nächsten Versuch gerieten die Dächer des Feuerwehrgerätehauses in Sachsenhagen und des (geplanten) neuen Feuerwehrgerätehauses in Hagenburg in das Blickfeld.

 120.000 Euro stellte der Rat in der Folge für beide Projekte in den Haushalt ein. Aufgrund der nicht geeigneten Statik schied der Standort Sachsenhagen aus. Aber auch die verbliebene Hälfte der Summe verwandte der Rat nicht dazu, die Anlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehaues in Hagenburg zu verwirklichen. Die gesamten 120.000 Euro für beide Anlagen butterten die Samtgemeinderatsmitglieder in den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Hagenburg, um Mehrkosten in ungefähr gleicher Höhe zu decken.

 Mit „frischem Geld“, einem neuen Haushaltsansatz von 40.000 Euro, wird das Projekt nun am Jahresanfang 2014 verwirklicht. „Dann haben wir für die Förderung noch fast das ganze Jahr“, sagte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier. Kurzfristige Überlegungen, die Anlage zu vermieten, sind im Samtgemeinderat verworfen worden. Rechnen, so war zu hören, soll sich die Anlage nun doch noch, zumal es inzwischen „mehr Energie für weniger Geld gibt“.

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