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Sachsenhagen Musiktheaterstimmung in der neuen Aula
Schaumburg Seeprovinz Sachsenhagen Musiktheaterstimmung in der neuen Aula
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00:26 18.04.2018
Myriam Anna Dewald (Sopran) und Andreas Post (Bariton) zeigen emotionsgeladenes Musiktheater. Auch von einem lädierten Bein lässt sich die Sängerin nicht aus dem Rhythmus bringen. Quelle: jpw
Sachsenhagen

Die Solisten Myriam Anna Dewald (Sopran) und Andreas Post (Bariton) erzählten die von Dirigent und Moderator Guido Mürmann erdachte Geschichte „Was für ein Musiktheater?“ rund um Epochen und Emotionen aus der Musikwelt. Das Publikum muss dabei helfen, die zunächst verliebten und später im Streit in die Unterwelt geratenen Hauptfiguren Musetta und Hans wieder in die Oberwelt zurückzubekommen. Gemeinsam mit dem Orchester intonierten sie Mozart, Puccini oder Verdi. Auch modernere Töne, wie die von Irving Berlin oder aus der Rocky Horror Picture Show.

Zuhörer springt als Dirigent ein

„So geht es beim Musiktheater zu“, versuchte der Dirigent immer wieder den Jüngsten zu erklären. Die wenigen, anwesenden Kinder zeigten sich zwar interessiert, aber schüchtern, sodass der längst dem Kindesalter entwachsene Sachsenhäger Detlef Gemoll schließlich als Dirigent ausgesucht wurde, um die vermeintliche Not des fehlenenden im Stau stehenden Dirigenten zu lindern.

Doch wie durch ein Wunder fand sich Mürmann mit seinen Solisten nach dem Stück ein. Sie zeigten Kindern und Erwachsenen, wie mit Musik fantasievolle Geschichten entstehen können. Mit Singen, Tanzen und Klatschen holten die Profis die Besucher von den Stühlen, verleiteten sie zum Tanz und erklärten nach dem Stück einige Instrumente, wie Oboe und Kontrabass.

Zwischen zwei Szenen verarztet

Dass nun noch echtes- und kein Theaterblut floss, war nicht geplant: Mit einem Loch in der Strumpfhose und einem großen Pflaster vor dem Schienbein trat Solistin Myriam Anna Dewald im Schlussdrittel des Nachmittages vor die Zuschauer. Sie war beim zwischenzeitlichen Abgang über einen der Bodenscheinwerfer gestolpert und hatte sich, von vielen Besuchern unbemerkt, das Schienbein aufgeschlagen. Die als Brandwache bereitstehenden Feuerwehrleute am Seiteneingang mussten sie blitzschnell vor dem nächsten Auftritt verarzten. jpw