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Sachsenhagen Neue Töne bei der alten Kirche
Schaumburg Seeprovinz Sachsenhagen Neue Töne bei der alten Kirche
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00:22 24.01.2015
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Sachsenhagen

Julia von Kleist, Frau des Pastors Ekkehard von Kleist, geleitete musikalisch am Klavier durch den Abend. Ihr Mann begleitete sie nicht nur auf der Gitarre, sondern absolvierte auch sein Debut am Rednerpult als Gastgeber der Veranstaltung: „Nähe ist ein großer Schatz in Sachsenhagen“, stellte er nach vier Monaten seiner Amtszeit fest. Gemeinsam mit seinem Vorgänger Josef Kalkusch („Es gibt zwei Päpste in der Gemeinde“) bestritt von Kleist im Anschluss an Kartoffelsalat und Würstchen die zum Klassiker gereifte Vorstellungsreihe der Gäste. „Sie mögen das, wenn sie liebevoll durch den Kakao gezogen werden“, stellte der neue Pastor über das Wirken von Kalkusch in der Vergangenheit fest.

 „Kakao hat es hier nie gegeben“, konterte Kalkusch trocken um, wie auch in den vergangenen Jahren, jedem Gast einen humorvollen Satz zu widmen und gleichzeitig seinem Nachfolger das örtliche Gefüge zu erläutern.

 Einen „Teilbetrag für ein Tasteninstrument“ in der Friedhofskapelle in Auhagen wollten die beiden Pastoren von den beiden anwesenden Vertretern der Kreditinstitute einwerben – allerdings noch ohne Erfolg.

 Meist hörte von Kleist aufmerksam zu, wenn sein Vorgänger die Vertreter von Vereinen würdigte. Zum Schluss begrüßte Kalkusch als „Alt-Papst“, wie er selbst sagte, die „Schweizer Garde“, den Kirchenvorstand. „Genial gemacht“, lobte von Kleist den Vorgänger und setzt selbst den Schlussgag: Dem Herrn sei es gelungen, die Jünger vom Computer wegzuholen. Als Beleg zitierte er aus der Bibel: „Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihnen nach.“

Von Jan Peter Wiborg

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