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Sachsenhagen Rasen an Ortseingängen stoppen
Schaumburg Seeprovinz Sachsenhagen Rasen an Ortseingängen stoppen
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00:23 24.03.2018
Für die abschüssige Bergtrift schlägt Verkehrssicherheitsexperte Wilfried Bock einen Straßenumbau vor. Quelle: jpw
Sachsenhagen

Bock machte den Ausschussmitgliedern wenig Hoffnung darauf, dass sich an der Situation grundlegend etwas ändern werde, weil die Bereiche nicht das Bild einer geschlossenen Ortschaft signalisierten. Er empfahl möglichst optische Veränderungen, weil die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer nicht immer bei 100 Prozent liege.
Konkret wunderte sich der Verkehrssicherheitsexperte darüber, dass an der Einmündung der L 445 von Ottensen kommend kein Tempo-70-Zeichen steht. „Das müsste der Landkreis eigentlich schon angeordnet haben“, meinte er. Diese Notwendigkeit habe nichts mit dem nahen Ortseingang sondern mit der Einmündungssituation zu tun.
Bock plädierte dafür, die Sachsenhäger Ortstafel von Lindhorst kommend bis hinter die Auhäger Straße zu versetzen und die Häuser vorher mit einem Weilerschild zu versehen. Behrens bestätigte einen ähnliche Lösung, die der Landkreis vorgeschlagen habe, dieses sei aber im ersten Versuch auf nicht allzu viel Gegenliebe in Sachsenhagen gestoßen. Nun wolle, er Behrens, einen neuen Antrag beim Landkreis stellen, der eine Tempo-70-Strecke vor der Ortstafel einschließen würde.
Mit Blick auf die Schulbushaltestelle schlug Bock vor, dort Tempo 50 zu beantragen: „Ein Gefahrenzeichen hat eine andere Wirkung als die Ortstafel“, sagte er.
Für die abschüssige Bergtrift schlug Bock einen Straßenumbau vor, der dem Autofahrer eine Torwirkung signalisiere. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Ortseinfahrt in Riepen.
Zudem schlug der Experte vor, dass Autos auf der Straße abgestellt werden könnten. Dieses sei ein probates Mittel, um den Verkehr zu bremsen. Das habe es vor einigen Jahren schon einmal gegeben, erinnerten sich Ausschussmitglieder. Ein Lastwagen-Fahrer habe sein Fahrzeug auf der Straße abgestellt, dies aber nicht mehr getan, als er Zettel mit Drohungen hinter seinem Scheibenwischer gefunden habe, dass dem Wagen die Reifen zerstochen würden, sollte er dort nicht verschwinden.
Gleich zu Beginn der Bauausschusssitzung hatte Stadtdirektor Frank Behrens mitgeteilt, dass es Hilfe zur Abänderung der Situation auch von auswärts geben könne. Die Anfrage der Stadt an die TU Braunschweig, eine studentische Arbeit auszuschreiben, die sich mit möglichen Lösungen für das Sachsenhäger Problem beschäftigt, könnte jetzt von Erfolg gekrönt sein.