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Reichlich Geklapper

Bilanz der Storch-Saison Reichlich Geklapper

Längst sind sie im Süden angekommen und verbringen die kalte Jahreszeit im warmen Winterquartier. Für die Weißstörche ziehen deren ehrenamtliche Betreuer im Rückblick auf die Storchensaison eine positive Bilanz. Auf Schornsteinen, vereinzelt auch in Nestern auf extra aufgestellten Masten, hat es im Frühjahr gehörig geklappert: Elf Storchenpaare, eines mehr als 2016, hatten in der Samtgemeinde Quartier bezogen und insgesamt 26 Junge großgezogen.

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März 2017: In Auhagen bereitet sich ein Storchenpaar auf das Brutgeschäft vor.

Quelle: sk

SAMTGEMEINDE SACHSENHAGEN. „Ein sehr guter Schnitt“, freut sich Weißstorchbetreuer Ewald Frisch aus Höxter, der unter anderem die Storchennester in der Samtgemeinde im Blick hat. „20 Junge würden ausreichen, um die Art zu erhalten.“ Gute Ernährungsbedingungen finden die Störche in Schaumburg vor. In Niedersachsen und Bremen ließen sich laut dem Naturschutzbund (Nabu) 2017 insgesamt 918 Weißststorchpaare nieder, die 1484 Jungstörche zum Fliegen brachten. Niedersachsen ist nach Brandenburg das Bundesland mit den meisten Storchenpaaren.

Reichlich Feuchtgründland steht den Tieren auch in der Samtgemeinde zur Verfügung, um Frösche, Mäuse und anderes kleines Tier aufzuschnappen. Welche Gründe darüber hinaus für eine ansteigende Storchenpopulation sorgen, kann Frisch nicht genau sagen. Immer wieder gebe es auch schlechte Jahre. Jedenfalls wachse seit 30 Jahren die Zahl der Störche – nachdem in den achtziger Jahren Pessimisten den Weißstorch vom Aussterben bedroht gesehen hätten.

In der Samtgemeinde hat sich in diesem Jahr in Wölpinghausen ein Storchenpaar neu angesiedelt, allerdings noch keine Jungen großgezogen, so Frisch. Das Brutgeschäft aller anderen Paare verlief erfolgreich: In Sachsenhagen zogen die Storcheneltern in zwei Mastnestern einmal vier und einmal drei Junge groß. Auf dem Nest auf der Alten Schule wurden drei Junge flügge, ebenso in den Nestern auf der Möbelfabrik, der Feuerwehr und der Conradi-Mühle. In beiden Auhäger Nestern sahen jeweils zwei Jungstörche den ersten Flugversuchen entgegen. Dies trifft ebenso für jeweils ein Nest in Nienbrügge und in Hagenburg zu.

Bereits im August haben sich die Jungstörche gesammelt und sind Richtung Süden aufgebrochen. „Die Altstörche folgen immer ein bis zwei Wochen später“, berichtete Frisch. Sogenannte Westzieher seien die meisten Tiere. Sie fliegen in etwa 14 Tagen in Tagesetappen von 250 bis 400 Kilometern über Spanien nach Gibraltar und von dort nach Afrika. „Ganz viele bleiben aber auch in Südfrankreich“, so der Storchexperte.

Wo auch immer die Störche überwintern – im kommenden Frühjar werden sie von Experten und Vogelfreunden wieder auf ihren gewohnten Nestern in der Samtgemeinde Sachsenhagen erwartet.

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