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Sachsenhagen Sachsenhagen macht Minus
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17:44 08.02.2019
Am Sachsenhäger Hafen fallen die Kali-Verladegebühren weg. Durch neue Aktivitäten soll der Ausfall ausgeglichen werden. Quelle: tro
Sachsenhagen

„Ein Defizit hört sich nicht schön an, aber wir haben auch eine Menge vor“: Mit diesen Worten hat Bürgermeister Ralf Hantke den Etat der Stadt Sachsenhagen für das Jahr 2019 kommentiert, welcher mit einem Minus von 118 000 Euro abschließt.

Kein weiterer Gesprächsbedarf

Nach ausführlichen interfraktionellen Beratungen und einer Sitzung des Finanzausschusses (wir berichteten) ließen sich die Ratsmitglieder von Stadtdirektor Frank Behrens noch einmal einige wichtige Daten des Haushaltes erläutern, bevor sie ihn ohne weitere Aussprache beschlossen.

"Ufergeld" fällt weg

Nach Behrens Worten werde der Haushalt maßgeblich durch den Wegfall des „Ufergeldes“ – der Kali-Verladegebühren – geprägt. Behrens zeigte sich optimistisch, dass dieser Ausfall im laufenden Jahr durch neue Aktivitäten im Sachsenhäger Hafen kompensiert werden könne.

Domäne und Bushaltestellen im Blick

Insgesamt seien Investitionen in Höhe von 1,1 Millionen Euro geplant, rund 235 000 Euro stehen als größter Brocken für die Umgestaltung der Parkanlage an der Domäne bereit. Die Stadt hat bereits einen Zuschussbescheid von 112 000 Euro vorliegen. Einen weiteren Zuschuss wird es aller Voraussicht nach für den barrierefreien Umbau von fünf Bushaltestellen geben: Im Haushalt hat die Stadt 125 000 Euro eingeplant – 112 500 Euro sollen zurückfließen.

Gewerbegrundstücke sorgen für Einnahmen

Weiterhin sollen rund 680 000 Euro für den Kauf von Grundstücken für ein mögliches neues Baugebiet vorgesehen werden. Ein großer Teil der auf 890 000 Euro kalkulierten Einnahmen der Stadt resultiere aus dem Verkauf von Grundstücken im Gewerbegebiet, erläuterte Behrens. Der Endausbau des Gewerbegebietes ist für 2021, der des Neubaugebietes Mozartring für nächstes Jahr vorgesehen. Für 2020 ist außerdem eine mögliche Umgestaltung der Toilettenanlage auf dem Schützenplatz aufgenommen.

von Jan Peter Wiborg