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Schwelbrand im Entsorgungszentrum

Feuerwehreinsatz Schwelbrand im Entsorgungszentrum

Ein Schwelbrand innerhalb von rund 200 Kubikmetern grobem Brennstoff – vorgesehen für die Verwertung in Müllverbrennungsanlagen - ist am Montagvormittag im Bunker 11 des Entsorgungszentrums Sachsenhagen frühzeitig entdeckt worden.

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Die Feuerwehrmänner löschen den Schwelbrand am Entsorgungszentrum.

Quelle: jpw

Sachsenhagen. Sachsenhagen.  Noch nicht einmal die Brandmeldeanlage hatte  Alarm ausgelöst.  „Wir waren gerade bei einer Anlagenbegehung mit einem externen Fachmann“, berichtete der Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS), Peter Kühn, der selbst vor Ort war und als Ursache Selbstentzündung des Materials annimmt. Eigentlich schon auf dem Rückweg, so berichtete Kühn, nahm die Gruppe einen Geruch war.Dunst oder Rauch, das sei zuerst kaum zu unterscheiden gewesen. Die AWS-Ingenieurin Ulrike Voß aus seiner Gruppe sei es gewesen, die schließlich Alarm ausgelöst hatte.Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehren trafen Mitarbeiter der AWS innerhalb weniger Minuten Vorsorge, das Material per Radlader aus der Halle herauszufahren, und es auf den Lagerplatz zu bringen. „Der Bagger hat in das Material hineingegriffen“, bei dieser Rauchentwicklung löste nach Angaben von Kühn auch die Brandmeldeanlage aus.Die Leitstelle hatte die Feuerwehren mit 30 Aktiven aus Sachsenhagen, Hagenburg, Wiedenbrügge, Bergkirchen und Wölpinghausen alarmiert, ein Rettungswagen des DRK Schaumburg stand in Bereitschaft. Nach Angaben des Feuerwehr-Sprechers Sven Geist bauten die Einsatzkräfte umgehend eine Wasserversorgung auf, ein Atemschutztrupp wurde innerhalb der Halle eingesetzt.Im Freien sei das Material gelöscht und gekühlt und schließlich mit Erde abgedeckt worden, um ein weiteres Aufglimmen zu verhindern.Geist und Kühn zeigten sich angetan davon, dass die Zusammenarbeit zwischen den Aktiven der Feuerwehr und den Mitarbeitern der AWS samt Meldekette „hervorragend funktioniert“ habe. Nach Angaben von Geist hat für die Anwohner zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. 

Rückblick – Vor rund 10 Jahren

 Ein rund 50 mal 100 Meter messender Berg aus Ballen von deponierten Ersatzbrennstoffen war im Dezember 2005 auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Sachsenhagen durch Selbstentzündung in Brand geraten. Im Innern des Müllberges entwickelten sich Temperaturen von mehr als 1000 Grad. Bundeswehrhubschrauber wurden für die Löscharbeiten angefordert.Mehr als 100 Feuerwehrleute waren tagelang damit beschäftigt, den brennenden Müll auseinanderzuziehen und einzeln abzulöschen. Spezialisten maßen die Luft in der Umgebung, es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Giftstoffe freigesetzt wurden. Die Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster zu schließen.      Nachgefragt bei Peter Kühn, Geschäftsführer der AWS     Welche Dimension hätte ein offener Brand annehmen können?  Ein Brand kann nie ganz ausgeschlossen werden, aber wir überwachen Tag und Nacht und sind viel schneller als früher vor Ort. Solche Ausmaße wie damals hätte es allein von der zwischengelagerten Menge her auf gar keinen Fall annehmen können.  Ergänzen Sie nach dem Vorfall das Sicherheitskonzept?   Wir denken über neue Rohrleitungen und einen zusätzlichen Wasserhydranten nach. Wichtig ist auch, noch schneller und effektiver an die Bunker heranzukommen.   Was hat sich in punkto Sicherheit im Vergleich zum Großbrand von vor zehn Jahren geändert?   Der Brennstoff wird schneller umgelagert. Neue Rauchansaugsysteme können Wasserdampf von Rauch unterscheiden. Diese gab es damals noch gar nicht. Außerdem ist mit einem Schlauchwagen die technische  Ausstattung der Feuerwehr Sachsenhagen ergänzt worden.  jpw 

         

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