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Seeadler erholt sich von Unfall

Scharfe Sache Seeadler erholt sich von Unfall

Ein Seeadler ist für ein paar Tage Star in der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen gewesen. Der Greifvogel hat sich dort von den Folgen eines Unfalls erholt. Am Montag konnte er wieder ausgewildert werden.

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Vor den Klauen des Vogels ist Respekt geboten: Der Seeadler wird beringt in die Freiheit entlassen.

Quelle: PR

SACHSENHAGEN. In der vergangenen Woche erreichte die Mitarbeiter der Station der Notruf eines Autofahrers. Dieser hatte an der Bundesstraße zwischen Hagenburg und Winzlar einen flugunfähigen Seeadler beobachtet. Sofort machte sich Stationsleiter und Tierarzt Florian Brandes auf den Weg und barg den benommenen Vogel, der vermutlich eine Kollision mit einem Fahrzeug erlitten hatte.

Bei der anschließenden Untersuchung und Röntgenkontrolle in der Wildtier- und Artenschutzstation konnten keine sichtbare Verletzungen festgestellt werden. Vermutlich, so Brandes, habe der Vogel Glück gehabt und nur ein leichtes Schleudertrauma. Innerhalb von wenigen Tagen hat der Seeadler sich in einer großen Voliere der Station erholt und konnte am Montag wieder ausgewildert werden.

ÖSSM erleichtert über den guten Ausgang

Erleichtert über den guten Ausgang zeigte sich auch Thomas Brandt von der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM): Bei dem versorgten Seeadler handele es sich ziemlich sicher um den Vater des noch im Horst befindlichen Jungadlers in der Nähe des Rundweges am Steinhuder Meer. Seit einigen Jahren brütet dort im Naturschutzgebiet Meerbruchswiesen regelmäßig ein Seeadlerpaar. Brandt: „Der Ausfall eines Elternvogels könnte auch den Verlust des Jungvogels nach sich ziehen, wenn dieser von dem verbliebenen Elternteil allein nicht ausreichend versorgt werden kann.“ Die Mitarbeiter der ÖSSM werden die Situation im Horst in den nächsten Tagen genau im Auge behalten.

Vor der Auswilderung wurde der Adler mit Unterstützung durch Joachim Neumann vom Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde und Peter Görke von der AG Adlerschutz und Seeadler-Betreuer in Niedersachsen mit Ringen versehen, darunter ein Farbring, dessen Nummer mit einem Fernglas oder Spektiv auch aus größerer Entfernung abgelesen werden kann. Dadurch will man das Wohlergehen des seltenen Pfleglings im Auge behalten. sk

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