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Senioren beklagen Untätigkeit

Sachsenhäger Beirat Senioren beklagen Untätigkeit

Bei den Senioren in der Stadt gibt es derzeit einigen Frust. Dieser richtet sich unter anderem gegen die Verwaltung der Samtgemeinde, der der Seniorenbeirat der Stadt Untätigkeit im Hinblick auf ein angedachtes, bisher aber nicht verwirklichte Seniorenwohnheim vorwerfen.

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Symbolbild

Quelle: DPA

SACHSENHAGEN. Dabei gebe es in Sachsenhagen, Nienbrügge und Auhagen genug Bedarf, sagt Theodor Beckmann, Sprecher des Sachsenhäger Seniorenbeirates: „Wir haben hier rund 1000 Personen im entsprechenden Alter.“ Die müssten bei Bedarf immer die nächstgelegene Einrichtung, den Hof Gümmer in Lindhorst, ins Auge fassen. Für Beckmann ein unhaltbarer Zustand: „Ältere Menschen werden aus ihrem Umfeld, aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis herausgerissen. Wir fordern den Bau eines Seniorenheimes in Sachsenhagen.“

„Sachsenhagen droht den Anschluss zu verlieren“, fürchtet der Seniorensprecher. Überall in der Umgebung bestünden Einrichtungen für ältere Menschen oder würden gebaut, in Sachsenhagen geschehe jedoch nichts.

Wohnungen statt Heim

Beckmann moniert die Unflexibilität des Verwaltungsapparates, der nichts getan habe, um eine solche Einrichtung nach Sachsenhagen zu holen. „Man hätte sich durchaus mehr engagieren können, etwa durch Bereitstellung von Grundstücken.“ Bei dieser Konstellation hätte sich auch eher ein Betreiber für ein Seniorenheim gefunden.

Zudem hätte man eine Reihe von Standorten vorgeschlagen, die aber alle nicht realisiert worden seien. „Dazu gehörten der Bereich vor der Polstermöbelfabrik oder Areale im Gewerbegebiet Dülfeld.“

„Wunstorf hat mehrere Seniorenheime, Hagenburg zwei und Wölpinghausen eins. Wir werden damit zugepflastert.“ Auch in Sachsenhagen war eine derartige Einrichtung im Gespräch gewesen, und zwar im neuen Baugebiet „Beethovenstraße Süd“. Dieser Plan wurde dann aber verworfen, stattdessen entstehen nun vor Ort barrierefreie Wohnungen.

Kein Interesse an Sachsenhagen

Die geäußerte Kritik konterte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier im Gespräch mit dieser Zeitung, verwies auf wirtschaftliche Bedingungen: „Um das Ganze rentabel betreiben zu können, benötigen wir eine Kapazität im Bereich von 150 Betten. Das ist schon eine richtige Hausnummer.“

Laut Wedemeier gibt es keinen Investor, der sich bei einer Größenordnung von 50 oder 100 Betten engagieren würde. „Wir haben mindestens zehn oder zwölf potenzielle Geldgeber angeschrieben, ohne auf Interesse zu stoßen. Der gefühlte Wunsch ist das eine, die Wirklichkeit das andere.“ Außerdem gehörten die aus Seniorensicht in Frage kommenden Grundstücke der Stadt gar nicht, ergänzt Wedemeier.

Ein weiterer Faktor sei die aktuelle gesetzliche Entwicklung: „Der Wille des Gesetzgebers ist es, die mobile Pflege zu fördern. Die Tendenz zeigt also in die Gegenrichtung.“ ano

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