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Sachsenhagen Victoria muss sich neu einrichten
Schaumburg Seeprovinz Sachsenhagen Victoria muss sich neu einrichten
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00:17 09.04.2017
Die Leuchtreklame über der Eingangstür des Vereinsheims ist bereits abgebaut. Auch im Inneren des Hauses herrscht bald gähnende Leere. Quelle: rg
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SACHSENHAGEN

Dabei wird es jedoch nicht bleiben. Der Platzwart und -kassierer bei dem Sachsenhäger Verein, Günter Meier, der die Vorgänge unmittelbar miterlebte, äußert: „Das war der erste Teil. Kommenden Mittwoch sollen dann der Tresen, Tische und Stühle abgeholt werden.“ Die dann fehlenden Möbel könnten sich als Problem erweisen, fürchtet er: „Am Sonnabend, 15. April, etwa spielen wir gegen Schwarz-Weiß Enzen. Es ist offen, ob es ausreichend Sitzmöglichkeiten für die Gäste und uns gibt.“

Lambrecht zeigte kein Interesse an Verkauf

Man habe alles versucht, um das Mobiliar zu übernehmen, so Reinhard Drews, Vorsitzender des SVS. Doch sei man mit diesem Wunsch auf taube Ohren gestoßen: „Wir wollten die Sachen zu einem angemessenen Preis kaufen. Es war allerdings so, dass Herr Lambrecht kein Interesse an einem möglichen Verkauf gezeigt hat.“ Es sei in juristischer Hinsicht aber alles fair verlaufen, fügt Drews an: „Wir haben uns zu dieser Thematik auch mit einem Rechtsanwalt ausgetauscht. Dort haben wir mitgeteilt bekommen, dass der Ablauf korrekt ist.“

Trotz der ordnungsgemäßen Handhabung ist das Ganze für Drews kaum nachvollziehbar: „Ich verstehe nicht, warum wir diese Gegenstände nicht überlassen bekommen, habe keine Vorstellung davon, wofür Herr Lambrecht die alten Möbelstücke gebrauchen könnte.“

Fast 40 Jahre Schaumburger Bier

Der Vertrag zwischen Victoria Sachsenhagen und der damaligen Schaumburger Privatbrauerei war bei dem Bau des Klubheimes im Jahre 2000 abgeschlossen worden. Über einen Zeitraum von fast 40 Jahren sei das Schaumburger Bier beim Sachsenhäger Sportverein ausgeschenkt worden, bevor die Turbulenzen bei der in Stadthagen ansässigen Brauerei die Sachsenhäger dazu brachten, die Zusammenarbeit zu überdenken. Drews erklärt: „Als feststand, dass die Brauerei schließen würde, haben wir uns für einen anderen Anbieter entschieden.“

Im Hinblick auf eine Möblierung des Vereinsheimes sehe er ebenfalls Licht am Ende des Tunnels. Der Vereinsvorsitzende: „Ich habe mich in den vergangenen Wochen intensiv umgesehen, mehrere Angebote, unter anderem aus dem Internet, ins Auge gefasst. Diese werde ich bei einer Vorstandssitzung nächsten Montag vorstellen.“

Der ehemalige Brauereichef Lambrecht war am Donnerstag zu keiner Auskunft bereit. ano

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