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Wildtierstation in Platznot

Jungvögel Wildtierstation in Platznot

Weil viel mehr vermeintlich allein gelassene Jungvögel in die Wildtierstation gebracht werden als  notwendig wäre,  herrscht in der Station Platznot. Weit mehr Vogelnachwuchs als normalerweise üblich ist in dieser Saison bereits aufgenommen worden. Deswegen weisen die Mitarbeiter der Wildtierstation darauf hin, dass nicht alle vermeintlichen Waisenkinder wirklich Hilfe benötigen.

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Nur sehr wenige Jungvögel brauchen tatsächlich Hilfe.   pr.

Quelle: pr.

Sachsenhagen.  Die Wildvögel haben ihre erste Brut großgezogen und viele der Jungvögel verlassen derzeit das schützende Nest. Begleitet und umsorgt von ihren Vogeleltern starten sie nun ihr aktives Leben. Diese sogenannten Ästlinge sind im Fliegen noch ungeübt und landen häufig an Orten, die große Gefahren bergen. Vor allem Straßen und belebte Orte wie Fußgängerzonen überfordern die frisch aus dem Nest geflogenen Jungvögel, die meist am Boden sitzend verharren und erstaunt um sich blicken. „Es liegt in der Natur der Dinge, dass ein großer Prozentsatz der Jungvögel die erste Zeit nicht überlebt“, sagt auch Ingeborg Polaschek von der aktion tier-Fachberatungsstelle. Versuche, die Kleinen in das Nest zurückzusetzen, sind zum Scheitern verurteilt, denn es sei Zeit für sie, das Nest zu verlassen.

Sinnvolle Hilfe könne man leisten, indem diese Vögel vorsichtig aus der Gefahrenzone entfernt werden. „Aber nur so weit, dass die Vogeleltern die Bettelrufe der Kleinen noch hören können“, mahnt Polaschek. Vorsichtig anfassen sei erlaubt, die Vogeleltern nehmen den menschlichen Geruch nicht wahr. Dichtes Gebüsch und andere geschützte Orte wie Fenstersimse, Schuppendächer und Mauernischen bieten sich zum Absetzen der Jungvögel an.

Greifvögel und Eulen verlassen ihre Kinderstube sogar bevor sie richtig fliegen können. Auch diese Ästlinge sollte man behutsam aus der Gefahrenzone bringen. Wie der Name schon sagt, klettern Ästlinge meist selbst an Baumstämmen hoch und werden auch dort von den Eltern weiter versorgt.

Wer aus Unkenntnis Jungvögel mitnimmt, mache diese Tiere zu Waisenkindern. Ihre Aufzucht und Pflege sei zeitraubend und teuer und nur, wenn sie von Experten durchgeführt wird, auch erfolgversprechend. Ungeeignetes Futter und falsche Unterbringung beispielsweise kann die Vögel dauerhaft schädigen oder sogar zu deren Tod führen. R.

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