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Sachsenhagen Wolfsberater kämpft gegen „Irrationales“
Schaumburg Seeprovinz Sachsenhagen Wolfsberater kämpft gegen „Irrationales“
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00:22 08.06.2015
Witzig findet Florian Brandes die von Unbekannten aufgestellten Schilder aus dem Deister nicht : „Sie tragen zur Verunsicherung bei.“  Quelle: jpw
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Sachsenhagen

Aber diese Schilder, die Unbekannte um den 1. April herum aufgestellt haben, tragen für den amtlich bestellten Wolfsbeauftragten des Landkreises Schaumburg in Sachen Wolf „zur weiteren, unnötigen Verunsicherung der Bevölkerung“ bei.
Drei Schilder dieser Art sind zwar inzwischen von einem Mitarbeiter abgebaut, Fotos ziehen ungeachtet anderer Realitäten in sozialen Netzwerken ihre Kreise. Weder der Deister noch der Landkreis Schaumburg insgesamt sind Wolfsgebiete. „Wölfe werden hier vermutlich bald zumindest durchlaufen“, vermutet er. Möglicherweise haben sie es bereits getan, mehrere Sichtungen sind gemeldet, zum Teil schon zwei Jahre alt, „aber unbestätigt“. Weitere Meldungen habe es rund um Wölpinghausen gegeben, eine bei Pollhagen und eine aus der Nähe von Hespe.
Brandes ist zusammen mit Jürgen Müller, Mitarbeiter der Wildtierstation, zum Wolfsbeauftragten bestellt worden. Ihre Tätigkeit beschränkt sich im Moment darauf, besorgte Anrufe zu beantworten. So melden sich unter anderem Hundebesitzer, die wissen wollen, ob sie ihren Hund im Wald noch von der Leine lassen können. Oder Brandes hält Vorträge, beantwortet Fragen, zum Beispiel am Wochenende von der Organisation der Waldkindergärten-Südniedersachsen.
Seine Aufgabe sieht er allgemein darin, „das Verständnis für den Wolf und die Gefahr in Relation zu setzen“, dabei kämpft er nach seiner Einschätzung auch manchmal gegen „Irrationales“. Brandes will der Vorverurteilung von Wölfen im Verhältnis zu Menschen entgegenwirken: „Wir haben jetzt 15 Jahre Wölfe in Deutschland, und es ist noch nichts passiert.“ jpw

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