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Zahnärztin auf ungewöhnlichem Weg

Sachsenhagen / Dr. Henze und Hahn Zahnärztin auf ungewöhnlichem Weg

Es ist eine eher ungewöhnliche Geschichte, von der Anja Hahn selbst aber eigentlich gar nicht so genau weiß, warum von ihr Aufhebens gemacht wird. Die 31-jährige Zahnärztin findet es „normal“.

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Anja Hahn (Mitte) hat nach einem anstrengenden Weg ihr Ziel erreicht: Sie ist als Zahnärztin Gesellschafterin der Praxis „Dr. Henze und Hahn“ in Sachsenhagen.

Quelle: jpw

Sachsenhagen (jpw). Auch die mühsamen und arbeitsreichen Umwege, die dazu führten, dass sie seit dem 1. Juli Gesellschafterin an der Praxis „Dr. Henze und Hahn“ in Sachsenhagen ist, gehören zu ihrem Leben, wie sie im Gespräch sagt.

„Mit 17 hatte ich keinen Bock dazu, Abitur zu machen, wie es die Eltern von einem erwarten“, erinnert sie sich. So verließ die Auhägerin die Schule und bewarb sich für einen der Physiotherapie-Ausbildungsplätze im Anna-Stift in Hannover. „Durch eine der vielen Gesundheitsreformen entfiel der Ausbildungsplatz“. Es war dann der Sachsenhäger Pastor Josef Kalkusch, der ihr in einem Gespräch den Hinweis gab, dass in Sachsenhagen „ein neuer Zahnarzt aufmachen würde“, dort könne man sich um eine Lehrstelle bewerben.

Hingegangen ist sie damals, aber: „Ich habe gleich beim Vorstellungsgespräch erzählt, dass ich überhaupt keinen Bock habe und es mit Sicherheit in der Ausbildung keine drei Jahre aushalten würde.“ Der Zahnarzt Hans-Jürgen Henze blieb unbeeindruckt und stellte sie trotzdem ein. Eine richtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Anja Hahn absolvierte ihre Ausbildung als Zahnarzthelferin in verkürzter Zeit und begann genau eine Woche später damit, ihr Abitur auf der Abendschule nachzuholen. Nach bestandener Reifeprüfung im November 2001 nahm sie ihr Zahnmedizinstudium zunächst in Göttingen auf und schloss es in Hannover ab.

Ihre Assistenzzeit absolvierte sie bei ihrem Mentor in Sachsenhagen. Dazu kam auch eine kleine Familie: Anja Hahn ist verheiratet, Mutter eines kleinen Sohnes. „Und gebaut haben wir auch noch“, berichtet sie. Und als ob das nicht doch alles reicht, übernahm sie nach dem Tod der Vorsitzenden Marina Brockmann eher aus der Not heraus den Vorsitz des MTV Auhagen, der in diesem Jahr auch noch sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Ihre Ziele für die nächste Zeit liegen „aber eher im Privaten“. Sie, die nach eigener Einschätzung „schlecht die Füße stillhalten kann“, möchte ein wenig Durchatmen und Zeit haben für private Dinge. Davon sei eben vieles auf der Strecke geblieben auf ihrem doch eher ungewöhnlichen Weg.

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