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Zahnarzt auf Reisen

Für „Dentists for Africa“ in Kenia unterwegs Zahnarzt auf Reisen

 „Absaugung und Wasserkühlung funktionieren nicht. Multifunktionsspray außer Funktion genommen, Röntgen nicht überprüfbar“, so beurteilt der Sachsenhäger Zahnarzt Hans-Jürgen Henze die Arbeitssituation rund um die zahnärztliche Versorgungseinheit im St.-Elisabeth-Hospital im kenianischen Mukumu. Unter diesen Voraussetzungen sei Zahnerhaltung fast undurchführbar.

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Viel zu tun gibt es für Zahnarzt Hans-Jürgen Henze bei seinem Engagement für die „Dentists for Africa“.

Quelle: pr.

Sachsenhagen. Viermal ist der Sachsenhäger in den vergangenen Jahren im Namen der „Dentists for Africa“ in Afrika unterwegs gewesen. Erstmals begleitete ihn im vergangenen Juli sein Sohn Peter, ein angehender Zahntechniker, nach Kenia.

 „Mein Ziel war es, noch nicht bekannte Standorte des Vereins kennenzulernen“, sagt Henze im Gespräch mit den Schaumburger Nachrichten. Zudem wollte der engagierte Zahnarzt das 2014 begonnene Training zahnerhaltender Behandlungsverfahren fortsetzen. Dabei habe man ihm überwiegend mit „umwerfender Herzlichkeit“ empfangen.

 Immer wieder stößt Henze während seines dritten Aufenthalts, bei dem es auch einen Verkehrsunfall zu bewältigen gilt, auf praxisorganisatorische Probleme. Beim Röntgen werde nicht auf den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern geachtet, notiert der Zahnarzt zum Beispiel in seinem Bericht über seinen Besuch in der „technisch voll funktionstüchtigen Dental Unit“ in Bungoma. Allerdings sei keine Aufbewahrung für die qualitativ tragbaren Röntgenbilder vorgesehen. „Gelegentlich legen Patienten Hefte im DIN-A4-Format vor“, schreibt der Sachsenhäger weiter. Dies seien aber für sämtliche medizinischen Behandlungen vorgesehen, wodurch eine ausreichende Dokumentation schnell an Kapazitätsgrenzen stoße.

 Eine Verbesserung der Logistik hält der Zahnarzt für unabdingbar. Auch der Materialbewirtschaftung widmet sich Henze. Im Zentrallager des Vereins am Cristamarrian-Hospital in Kisii sollte deswegen eine Liste von Verbrauchsmaterialien erarbeitet werden. „Das ernüchternde Ergebnis überraschte mich nicht sehr“, schreibt er, „ähnelt es doch dem Versuch nach dem Foto eines Buffets, dieses nachkochen zu müssen“.

 Kurz vor dem Rückflug von Nairobi besichtigte Henze Dentaldepots in der kenianischen Hauptstadt und kommt unter anderem zu dem Schluss: „Spontan geht bei etlichen Artikeln gar nicht“. Und so wird der Weg in die Selbstständigkeit noch einige Zeit von Aktivisten der „Dentists vor Africa“ materiell und ideell begleitet werden müssen.

 Einigen Dental Units hat Henze Hilfe zur Selbsthilfe gegeben, unter anderem Regale finanziert. Er will 2017 wieder nach Afrika aufbrechen. jpw

 

Verein informiert öffentlich

Der Verein „Dentists for Africa“ trifft sich dieses Jahr nicht nur zur Mitgliederversammlung, sondern auch zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung über seine Arbeit. Dem Austausch von Erfahrungen, Meinungen und Visionen zu den Projekten von „Dentists for Africa“ am Freitag, 4. November, schließt sich die Mitgliederversammlung am Sonnabendvormittag, 5. November, an. Um 13 Uhr am Sonnabend folgt im Haus der Evangelischen Stadtkirchengemeinde am Kirchweg 2 in Bückeburg der öffentliche Teil mit Informationen und Vorträgen von Einsatzleistenden und kenianischen Projektpartnern.

 Father Francis wird auch in einem Gottesdienst mit Landesbischof Karl-Hinrich Manzke in der Stadtkirche in Bückeburg zu sehen und zu hören sein, der am Sonntag, 6. November, ab 10 Uhr den Abschluss des Treffens bildet. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Posaunenchor und dem Probsthäger Chor „Kreuz und Quer“. jpw

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