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Am Anfang gleich ein Lächeln

Besuch aus Weißrussland in der Seeprovinz Am Anfang gleich ein Lächeln

Zwei Stunden Flug und eine halbstündige Busfahrt: Für zehn Kinder aus dem weißrussischen Tschaptschize ist am Mittwoch ein vierwöchiger Erholungsurlaub in der Seeprovinz angebrochen.

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Gasteltern und Mitglieder des Arbeitskreises Tschernobyl nehmen die Kinder aus Tschaptschitze in Empfang. 

Quelle: jpw

Samtgemeinde Sachsenhagen. „Wir sind sehr erleichtert darüber, dass wir die Kinder samt Gepäck seit zwei Jahren direkt vom Flugzeug auf dem Rollfeld abholen dürfen“ sagt Volker Töpp, der Sprecher des Arbeitskreises Tschernobyl kurz nach der Ankunft im Evangelischen Gemeindehaus in Hagenburg. Organisiert wird der Flug von der Hannoverschen Landeskirche, den Aufenthalt mit einem Erholungs- und Veranstaltungsprogramm finanziert der Arbeitskreis seit 17 Jahren jeweils selbst.

 Über die Jahre hat sich generationsübergreifend nicht nur viel Vertrauen zwischen beiden Seiten aufgebaut; erstmals hat Anna, die selbst als Kind in Hagenburg zu Besuch war, ihren Sohn Nikita mitgebracht. „Nikita ist behindert“, sagt Töpp. In Deutschland soll er medizinische Hilfe bekommen. Ob und wie der Arbeitskreis das finanzieren kann, steht noch nicht fest. Wie in jedem Jahr werden die Kinder kostenlos vom Sachsenhäger Zahnarzt Hans-Jürgen Henze betreut.

 Einige der Kinder sind bereits in der Samtgemeinde zur Erholung gewesen, ihnen wird möglichst immer ein Kind in die Gastfamilie mitgegeben, das erstmalig hier ist – nach der Hälfte der Zeit wechseln die Kinder das Quartier. Als Ilja und Wlad Friedhelm und Marieluise Vogt zugeteilt werden, gibt es von den Kindern gleich ein freundliches Lächeln.

 Einige Tage werden die Kinder auch an der Ostsee verbringen. Fahrten in den Zoo, ins Rastiland, Grillen und weitere Veranstaltungen stehen auf dem Programm. „In diesem Jahr sind fast alle Kinder in Hagenburg untergebracht“, sagt Töpp. Regelmäßig betreut wird die Gruppe im evangelischen Gemeindehaus in Hagenburg. Die ersten beiden Tage stehen im Zeichen des Einkleidens, die Gruppe fährt zur Diakonie nach Wunstorf.

 Erfreut sind die Initiatoren vom Arbeitskreis über den ausgezählten Überschuss vom Benefiz-Konzert in der vergangenen Woche. „1692 Euro sind übrig geblieben“, sagt Ulla Thürnau-Freitag, „dazu kommt noch eine Spende von 150 Euro.“ Geld, mit dem der Erholungsaufenthalt der Kinder bezahlt werden kann. jpw

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