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Bedarfsplan lässt weiter auf sich warten

Kritische Nachfragen Bedarfsplan lässt weiter auf sich warten

Es gibt Unruhe in den Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Sachsenhagen. Der Grund ist nach Ansicht von Eva-Maria Rodewald (CDU) der immer noch nicht fertig gestellte Feuerwehrbedarfsplan.

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Quelle: pr.

Samtgemeinde Sachsenhagen. Sie stellte dieses in der jüngsten Sitzung des Feuerwehrausschusses der Samtgemeinde in Wölpinghausen fest. Zudem mussten sich Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier und die zuständige Mitarbeiterin der Verwaltung, Stefanie Gräfling, in der Einwohnerfragestunde kritische Nachfragen aus der Wölpinghäuser Feuerwehr gefallen lassen.

Rodewald äußerte ihr Befremden darüber, dass seit der ersten Begehung im Frühjahr 2015 mit der Datenerhebung gerade erst einmal die erste Phase der Arbeit abgeschlossen sei. Wedemeier aber auch Gräfling verwiesen auf die äußerst komplizierten und langwierigen Prozesse, die innerhalb einer verhältnismäßig kleinen Samtgemeindeverwaltung nicht immer zu leisten seien. „Es kommt auch auf die Qualität der Daten an“, meinte Gräfling, bei vielen Angaben habe sie selbst noch einmal nachmessen müssen, zudem hätten notwendige Auskünfte anderer Stellen mehrere Monate auf sich warten lassen.

Daran, dass die Arbeiten von der Feuerwehr erst selbst geleistet wurden und anschließend an ein Fachbüro abgegeben wurden, erinnerte Heinz-Günter Grimpe (SPD). Gräfling erläuterte das weitere Procedere. Läuft alles planmäßig, so wird nach Angaben von Wedemeier bis Ostern 2017 der fertige Brandschutzbedarfsplan auf dem Tisch liegen.

Unwohl war auch Dieter Eidtmann (CDU), darüber zu entscheiden, ob 30 000 Euro in die Renovierung des Wiedenbrügger Schlauchturmes gesteckt werden sollten. „Vielleicht steht ja im Brandschutzbedarfsplan mit fachlicher Begründung, dass die Wiedenbrügger Feuerwehr geschlossen werden soll“, meinte Eidtmann. Dem trat der Ausschussvorsitzende Jörg Vogt (CDU) energisch entgegen: „Ich kann mir das nicht vorstellen“, sagte Vogt. „Eher werden wir noch Ausrüstung dazu kaufen müssen.“

Auch Wedemeier hält eine Schließung einer der Feuerwehrstandorte aufgrund der Entfernungen zu möglichen Einsatzorten für nicht realistisch: „Das wäre ja ein tolles Ding“, sagte er. Martin Golembiewski (SPD) wollte die Entscheidung über den Wiedenbrügger Schlauchturm auch lieber nach der Vorlage des Bedarfsplanes treffen. Er konnte seine Ansicht nicht durchsetzen. Auch wenn Eidtmann und Rodewald ihre Bedenken nicht gänzlich überwunden hatten, so votierte der Ausschuss doch dafür, die 30 000 Euro für die Sanierung des Schlauchturmes in Wiedenbrügge auszugeben.  jpw

Kommentar: Erheblicher Aufwand

Ein möglichst unparteiisches Fachurteil über die Feuerwehrstrukturen in der Samtgemeinde Sachsenhagen – das ist das Ziel, das mit dem Brandschutzbedarfsplan erreicht werden soll. Deshalb hat die Feuerwehr nach ihren Vorarbeiten das Projekt schnell aus der Hand und an ein versiertes Fachbüro übergeben. Richtig so. Allerdings muss die personell nicht gerade überbesetzte Samtgemeindeverwaltung einen erheblichen Zuarbeitsaufwand leisten.

Die Mitarbeiter müssen eine Vielzahl von Daten immer von Dritten mit einem immensen Rechercheaufwand – oft sogar mit dem Zollstock in der Hand – erheben. Das sollte bei aller verständlichen Kritik am Zeitrahmen bedacht werden, schließlich werden diese Daten die Entscheidungsgrundlage für die nächsten Jahre bilden.

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