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Es geht um entscheidende Minuten

Samtgemeinde Sachsenhagen / Krankenhausbau Es geht um entscheidende Minuten

Angesichts des bevorstehenden Krankenhausbaus in Vehlen hat der Sachsenhäger Ratsherr Dietmar Steege (SPD) nach möglichen Konsequenzen für künftige Zuordnungen im Rettungswesen für den nordöstlichen Teil des Landkreises, aber natürlich vorrangig für die Stadt Sachsenhagen gefragt.

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Drehleiter für Hagenburg kommt im Ernstfall aus Wunstorf

Einsatz der Drehleiter in Hagenburg – vom Standort Bad Nenndorf oder Steinhude?

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Um knappe zehn Kilometer verlängert sich für die Bewohner der Samtgemeinde Sachsenhagen der Rettungsweg. Waren es bisher von Sachsenhagen nach Stadthagen etwas mehr als elf Kilometer Weg, der in einer runden Viertelstunde bewältigt werden konnte, so wird die Strecke mit 23,4 Kilometer mehr als doppelt so lang.

Ein Routenplaner taxiert die Fahrzeit mit 28 Minuten, Hagenburger wären noch einmal sieben Minuten länger unterwegs. Steege fragt sich nun, ob das nicht für die Erstversorgung zu viel ist und nimmt das Regionsklinikum in Neustadt am Rübenberge in den Blick.

13 Minuten weniger, rund 22 Minuten, dauert die Fahrt im Ernstfall für Hagenburger, Sachsenhäger wären – laut Routenplaner – rund 30 Minuten unterwegs.

Sachsenhagen liegt also künftig von zwei Kliniken zeitlich etwa gleichweit entfernt – vorausgesetzt, in Neustadt an der Bahn wären die Schranken geöffnet. Für Hagenburger beträgt der Unterschied zwischen den beiden Kliniken runde 13 Minuten – möglicherweise lebensrettende Zeit. Angesichts der verlängerten Rettungswege stellt sich die Frage, ob künftig nicht der teurere, aber bedeutend schnellere Rettungshubschrauber öfter zum Einsatz kommen wird.

Von Stege nicht angesprochen, aber immer mal wieder an anderer Stelle thematisiert ist die feuerwehrtechnische Zuordnung der Samtgemeinde. Im Falle eines Brandes wird die Drehleiter aus Bad Nenndorf angefordert, die etwa 20 Minuten Fahrzeit – und einen großen Bahnübergang entfernt – in Bad Nenndorf stationiert ist, letztmalig so geschehen bei einem Wohnungsbrand in Hagenburg im Januar 2010. Etwa fünf Minuten Fahrzeit (Sachsenhagen elf Minuten) entfernt verfügt die Steinhuder Feuerwehr über eine Drehleiter, mit der möglicherweise auch in der Samtgemeinde Leben gerettet werden könnten.

Ähnlich gestaltet sich die Situation bei der polizeilichen Zuordnung. Die Beamten aus dem nahen Wunstorf sind zunächst einmal nicht zuständig, obwohl ihr Weg zumindest in den nordöstlichen Teil der Samtgemeinde – wenn die Wache in Hagenburg nicht besetzt ist – ein wesentlich kürzerer ist, als der ihrer Kollegen in der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg. Tatsächlich sind die Wunstorfer Polizisten öfter in Hagenburg im Einsatz, obwohl ein nach Zuständigkeiten fragender Bürger nach einem Einbruch vor einigen Jahren einmal die Auskunft bekommen hat: „Wir kommen erst, wenn Sie ein Messer im Rücken haben.“

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