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Samtgemeinde Sachsenhagen Frühes Brüten kann Leben retten
Schaumburg Seeprovinz Samtgemeinde Sachsenhagen Frühes Brüten kann Leben retten
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00:17 16.07.2017
Störche scheinen sich in Sachsenhagen sehr wohl zu fühlen. Derzeit gibt es 26 Nester, hier eines mit zwei Jungtieren (von rechts) und einem erwachsenen Exemplar. Quelle: PR
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SAMTGEMEINDE SACHSENHAGEN.

Die Erklärung dafür bestehe unter anderem in den Flugrouten, die die Tiere zurücklegen, sagt Thomas Brandt, Leiter der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer e. V. (ÖSSM) in Rehburg-Loccum: „Die meisten Störche, die bei uns brüten, hatten ihr Winterquartier in Spanien oder Afrika und sind über die Iberische Halbinsel zurückgekommen.“ Die Tiere, die in anderen Regionen in großer Zahl verendet sind, wären hingegen aus Ländern wie Israel oder dem Libanon zurückgekehrt. Da die Vögel in der Seeprovinz früher kommen, könnten sie auch eher mit dem Brüten beginnen. „Die meisten Jungtiere sind hier schon Mitte April geschlüpft, also um die zehn Wochen alt. Sie befinden sich damit in einer Phase, in der Regen und Kälte ihnen weniger anhaben können.“ Die Spanne zwischen vierter und sechster Lebenswoche ist sehr kritisch. Die Tiere sind zu groß, um da noch von ihren Eltern bebrütet zu werden, andererseits verfügen sie aber noch nicht über ausreichend Gefieder, um äußere Einflüsse abzuwehren.

Mehr Nester in der Samtgemeinde

Dennoch kommen auch hier Jungstörche in den ersten Lebenswochen zu Tode, sei es, dass sie im Nest totgetrampelt werden, herausfallen oder von Artgenossen durch Kannibalismus aufgefressen werden.

Diese Faktoren machten es unmöglich, die genaue Anzahl der Jungtiere festzustellen, erklärt Ewald Frisch, Weißstorchbetreuer beim Land Niedersachsen und dort unter anderem für die Kreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Holzminden zuständig. In der Seeprovinz überprüft er die Zahl der Nester in den Ortschaften Sachsenhagen, Auhagen und Hagenburg. Im laufenden Jahr wurden in den Bereichen Auhagen-Ost, Auhagen-West, Hagenburg und Nienbrügge jeweils zwei Nester ermittelt, in Mast-West vier, in Mast-Ost drei, auf der Alten Schule drei, auf der Möbelfabrik und dem Schlauchturm je drei sowie auf der Konradinbrücke zwei. Damit ergibt sich eine Gesamtanzahl von 26 Nestern, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem vergangenen Jahr, in dem es 21 Bauten in dieser Art gegeben habe. ano

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