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Samtgemeinde Sachsenhagen Fusionsgespräche sollen weitergehen
Schaumburg Seeprovinz Samtgemeinde Sachsenhagen Fusionsgespräche sollen weitergehen
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18:05 31.08.2018
Quelle: dpa
Samtgemeinde Sachsenhagen

Nach langer und kontroverser Diskussion hat die Mehrheit des Rates der Samtgemeinde Sachsenhagen Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier damit beauftragt. CDU/Wählergemeinschaft und Grüne setzten sich dabei mit 13 gegenüber acht Stimmen gegen die SPD durch.

Ungeachtet der Absage Lindhorsts und Niedernwöhrens an Gespräche mit der Samtgemeinde Nenndorf will sich die Ratsmehrheit in der Samtgemeinde diese Option offen halten. Die Möglichkeit, dass statt der ursprünglich vorgesehenen Dreier- auch eine Zweierkonstellation fusionieren könnte, soll berücksichtigt werden, was CDU/WGS-Gruppensprecher Klaus-Dieter Drewes damit begründete, dass der Ausschluss einer Samtgemeinde eine „nicht nachvollziehbare Vorentscheidung“ bedeute.

Ursprünglich hatte Wedemeier den Vertrag für eine Lenkungsgruppe für Verhandlungen mit Lindhorst und Niedernwöhren vorbereitet. Darin waren auf Wunsch der zwei anderen beteiligten Samtgemeinden parallele Verhandlungen mit Nenndorf ausgeschlossen.

Die Vertreter Lindhorsts und Niedernwöhrens hatten offenbar bereits bei einem Treffen der Fraktionsvorsitzenden in Bad Hiddenserborn klar gemacht, dass sie bei Parallelverhandlungen keine Gespräche mit der Samtgemeinde Sachsenhagen führen, sondern sich anderen möglichen Fusionspartnern zuwenden würden.

Abstimmung im Sachsenhäger Rat geplant

Auf Antrag von Uwe Brinkmann (CDU) durfte sich Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt aus Bad Nenndorf äußern. Zuvor hatte Brinkmann dafür plädiert, die Abstimmung um ein Jahr zu verschieben, um Sondierungsgespräche mit allen Kommunen führen zu können. Schmidt warb dafür, sich Zeit zu nehmen.

SPD-Fraktionsmitglied Ralf Hantke wollte die Abstimmung von der Tagesordnung nehmen lassen. Für seinen Vorschlag fand sich keine Mehrheit. Hantke kündigte in seiner Funktion als Sachsenhäger Bürgermeister an, bereits in der nächsten Sitzung den Stadtrat über eine mögliche Zweierkonstellation mit Bad Nenndorf abstimmen zu lassen. Er sei sich sicher, dass diese Idee keine Mehrheit fände.

Sollte das so sein, werde er sich für die Stadt an keinen weiteren Fusionsgesprächen beteiligen. Darauf zeigte sich CDU-Fraktionsmitglied und Hagenburger Bürgermeister Dieter Eidtmann überzeugt, dass Verhandlungen nur mit Niedernwöhren und Lindhorst im Hagenburger Rat keine Mehrheit fänden. jpw