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Landkreis soll für Kita-Betrieb zahlen

Löcher im Samtgemeindehaushalt Landkreis soll für Kita-Betrieb zahlen

Mit dem Bau neuer Kindertagesstätten und dem Ausbau der beiden Grundschulen zu Ganztagsschulen haben die Kommunalpolitiker der Samtgemeinde Sachsenhagen in den vergangenen Jahren ein ambitioniertes Programm gefahren.

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Millionen-Projekte stehen an
Quelle: pr.

SAMTGEMEINDE SACHSENHAGEN. Was alle Beteiligten für gut und richtig befinden und zum großen Teil vom Gesetzgeber gefordert wird, hat drastische Folgen für den Haushalt. Der finanziell mit Abstand größte Brocken des Etats hat in der jüngsten Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses der Samtgemeinde Sachsenhagen die Diskussion geprägt.
Das für das nächste Jahr erwartete Defizit von rund 506 000 Euro könne noch einmal mit Überschüssen aus dem Vorjahr ausgeglichen werden, teilte Kämmerer Frank Behrens den Ausschussmitgliedern mit.War die Samtgemeinde vor sechs Jahren schuldenfrei, so steht sie inzwischen mit sechs Millionen Euro in der Kreide.
Weil der Bau einer weiteren Krippe und auch die Sanierung oder der Neubau der Sporthalle in Sachsenhagen ansteht, könnte nach Ansicht von Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier in den nächsten Jahren die Schuldenlast auf rund zehn Millionen Euro ansteigen.

Vielfältige Belastungen

Doch nicht nur der Bau der Kindergärten und Krippen belastet die Kasse. Erweitert hat sich auch der Stellenplan, wodurch wiederum die Personalkosten steigen. Für den Betrieb der Samtgemeinde-Einrichtungen in den Mitgliedskommunen hat die Samtgemeinde inzwischen ein Defizit von 1,5 Millionen Euro ausgewiesen. Für den Kita-Betrieb ist der Landkreis rechtlich zuständig. Deshalb wollen Kommunalpolitiker und Verwaltung das Defizit so nicht einfach hinnehmen und drängen ihre drei Vertreter im Kreistag, auf Gespräche mit dem Landkreis hinzuwirken, um eine „angemessene, finanzielle Beteiligung zu erwirken“.
Eine weitere Kostenwelle sehen die Ausschussmitglieder durch das Bestreben der neuen niedersächsischen Landesregierung, den Kita-Besuch kostenfrei zu stellen. Dadurch würden mehr Eltern die Angebote länger nutzen, hieß es im Ausschuss. Im Gegenzug vermuten die Kommunalpolitiker aus Hannover zwar einen Zuschuss in Höhe der jetzigen Elternbeiträge. Diese reichten aber nicht aus, um das bisherige Defizit zu decken, von einem Mehrbedarf an Raum und Personal nicht zu sprechen. jpw

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