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Mit Schaum gegen Wildkraut

Bauausschuss für neues Verfahren Mit Schaum gegen Wildkraut

Mit heißem Wasser und Schaum rücken die Mitarbeiter des Bauhofes der Samtgemeinde Sachsenhagen demnächst Wildkraut auf öffentlichen Wegen und Flächen zu Leibe. Der Bauausschuss der Samtgemeinde hat die Anschaffung eines entsprechenden thermischen Verfahrens für 41.000 Euro empfohlen.

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Der Bauausschuss bekommt das thermische Verfahren mit Schaum und heißem Wassser vorgeführt.

Quelle: jpw

Samtgemeinde Sachsenhagen. Bisher wird das Kraut auf einem Großteil der kommunalen Flächen per Hand beseitigt oder mit dem Fadenschneider klein gehalten. Die Samtgemeinde reagiert auf das allgemeine Glyphosat-Verbot und die sich entwickelnden Alternativen. Bauhofleiter UIrich Reumke verglich die verschiedenen verfügbaren Methoden der Wildkrautbeseitigung: „Abbrennen wollen wir nicht“, meinte er, da „könnten auch Hecken mit abbrennen“.

Systeme mit heißer Luft haben laut Reumke unter anderem den Nachteil, dass die Luft auf unebenem Untergrund schneller entweichen könne. Der Bauhofleiter hatte die Firma Iprogreen eingeladen, um den Ausschussmitgliedern ein System vorzuführen, bei dem mit Hilfe eines Dieselmotors Wasser aufgeheizt wird. Für den beizugebenden trockenen Schaum wird nach Angaben des Herstellers ein Produkt auf der Basis von Zuckertensiden mit Luft gemischt. Sowohl der Fettanteil als auch der Zuckeranteil stammten vollständig aus pflanzlichen Rohstoffen. Der Schaum bewirkt, dass das 90 Grad heiße Gemisch bis zu 90 Sekunden auf die Pflanzen einwirkt. Die überirdischen Teile der Pflanze sterben ab, bei längerer Behandlung auch die Samen.

Drei bis vier Behandlungen pro Jahr

Wasser sei ein guter Temperaturträger, meinte Reumke in der anschließenden Sitzung in der Halle des Bauhofes. Der Schaum sorge dafür, dass die Hitze ein wenig länger an der Pflanze verbleibe. Das Gerät sei geeignet, auch Schachtelhalm und Riesenbärenklau zu bekämpfen. Drei bis viermal im Jahr müssten die Flächen behandelt werden – in den Folgejahren nur noch ein- bis zweimal im Jahr.

Reumke verwies auf gute Erfahrungen der Stadt Espelkamp, die seit einigen Jahren das System nutze. Freddy Hinse (Bündnis90/Grüne) erkundigte sich, ob das Gerät ausgelastet sein werde. „Wir müssen im Moment eher noch Flächen liegen lassen“, antwortete der Bauhofleiter mit Blick auf den Schulverbindungsweg zwischen Auhagen und Sachsenhagen. Wildkraut auf Schotterflächen würden derzeit noch manuell gehackt. jpw

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