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Samtgemeinde Sachsenhagen Nur Wedemeier antwortet
Schaumburg Seeprovinz Samtgemeinde Sachsenhagen Nur Wedemeier antwortet
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06:17 02.04.2012
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Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). „Nun steht das Frühjahr wieder vor der Tür“, schreibt Nixdorf in einem Brief, der bereits vor dem ersten Brenntag des Jahres verfasst und von der Initiative an jedes einzelne Mitglied des Samtgemeinderats und auch an den Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier geschickt wurde.

Nixdorf ist inzwischen, wie sie dieser Zeitung mitteilte – über die Brenntage hinaus – als Randaspekt in der Debatte nicht entgangen, dass auf einigen Osterfeuerplätzen „bereits weit vor der Zeit“ Material aufgehäuft worden ist.

„Die Begehrlichkeiten, ein Feuer anzuzünden, mehren sich. Es ist an der Zeit, das Thema wieder aufzugreifen“, schreibt sie und bittet im Folgenden um Auskunft darüber, was die Kommunalpolitiker „seit der Kommunalwahl zum Nutzen der Umwelt und einer sozialverträglichen Abschaffung der Brenntage unternommen“ hätten. „Wir würden eine erneute Diskussion und eine Abstimmung darüber im Rat begrüßen.“

Die Sprecherin der Initiative ist der Meinung, dass „als fortschrittliche Gemeinde ein Konsens zur Verabschiedung von diesen überholten und umweltschädlichen Brenntagen möglich wäre“.

Postwendend erhielt die Initiative wieder Post: „Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier hat geantwortet“, sagte sie gegenüber dieser Zeitung, „aber keiner der Ratsmitglieder.“

Wedemeier verwies in seinem Antwortschreiben auf die Planungen der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg, pflanzliche Rohstoffe wirtschaftlich sinnvoll zu verwerten. Da Wedemeier mit einem Abschluss der Planungsphase für dieses Projekt im Laufe dieses Jahres rechnet, hält er eine Änderung der bestehenden Regelungen in der Samtgemeinde „zum jetzigen Zeitpunkt für nicht angebracht“.

Nach der Forderung von Ratsmitgliedern, aber auch der Bitte der Initiative, die Einhaltung der Vorschriften während der Brenntage verstärkt zu überwachen, hat die Samtgemeinde Sachsenhagen während des jüngsten Brenntages, am dritten Sonnabend im März, dies offenbar durch ihre Mitarbeiter überprüfen lassen.

Dem Vernehmen nach hat es dabei auch Fälle gegeben, dass bereits brennende Feuer aufgrund fehlender Abstände (100 Meter zum nächsten Wohnhaus) gelöscht werden mussten. Eine Gesamtauswertung lag Wedemeier zum Zeitpunkt der Anfrage dieser Zeitung noch nicht vor.

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