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Plötzlich rückt wieder eigene der Kirchturm in den Blick

Samtgemeinde Sachsenhagen / Krippenbetreuung Plötzlich rückt wieder eigene der Kirchturm in den Blick

Bei der gesetzeskonformen Regelung der Kinderbetreuung – einschließlich des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz – schien die Samtgemeinde insgesamt auf einem guten Weg. Doch derzeit knirscht es bei der Ausführung im empfindlichen Verwaltungs- und Politkonstrukt.

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). „Wir werden den Rechtsanspruch erfüllen können.“ Roland Reichert, zuständiger Abteilungsleiter für dieses Thema in der Samtgemeindeverwaltung, wird nicht müde, diesen Satz immer zu wiederholen.
Das gilt gegenwärtig allerdings nur für die eine Hälfte der Samtgemeinde, die Gemeide Hagenburg, für die längst eine Krippengruppe eingerichtet ist. Die Samtgemeinde – zuständig für die Krippen- und Ganztagesbetreuung – hatte im Flecken bereits auf den Bedarf reagiert, der sich in der anderen Hälfte der Samtgemeinde zu dem Zeitpunkt noch nicht formulierte.
Die drei Kindergärten in Auhagen, Sachsenhagen und Wölpinghausen sind seit einigen Jahren in einer Kooperation zusammengefasst. Diese funktionierte immer dann gut, wenn es um den ersten Zweck, das reine Geldsparen, ging. Standen inhaltliche Dinge auf der Tagesordnung, konnten die Meinungen in den einzelnen Gemeinden schon einmal sehr auseinandergehen.
Der inhaltliche Prozess stockt derzeit wieder. Das liegt gegenwärtig an den Unverträglichkeiten zwischen den politischen Gremien in Auhagen und Sachsenhagen.
Der Jugendausschuss in Sachsenhagen hat die Reichert-Vorlage deshalb abgelehnt, weil man den Auhäger Kooperationspartnern derzeit nicht über den Weg traut: Die Krippenkinder der Kooperation sollen in Auhagen konzentriert werden, die größeren Kindergartenkinder dafür in Grundschulnähe eine Ganztagesgruppe in Sachsenhagen bekommen. Dass das bei stark rückgängigen Geburtenraten die wirtschaftlich beste Lösung ist, ist eigentlich allen Beteiligten klar. Keiner der drei Kindergarten-Standorte wird für sich alleine in der Lage sein, ein gesetzliches Angebot in vollem Umfang auf Dauer zu finanzieren.
Obwohl gerade die Stadt Sachsenhagen sogar prinzipiell dazu bereit ist, den Kindergarten in die Zuständigkeit der Samtgemeinde zu übergeben, rückt bei dieser Diskussion um „Empfindlichkeiten“ wieder der eigene Kirchturm in den Mittelpunkt.
Weil die Auhäger Partner im Krippenbereich früh Fakten geschaffen haben, denken die Sachsenhäger nun – viel zu spät – darüber nach, ob sie dieses nicht auch tun sollten, sogar von einem Anbau ist die Rede. Die Auhäger hätten sich nicht an Absprachen aus der Kindergarten-Kooperation gehalten, heißt es. Diese Absprachen könnten „nie Thema“ gewesen sein, keilt der Auhäger Bürgermeister Kurt Blume zurück, denn für die Krippen sei nicht die Kooperation, sondern die Samtgemeinde zuständig.

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