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Sachsenhäger Storchen-Boom

21 Tiere Sachsenhäger Storchen-Boom

Fast jedes Jahr ein neues Nest – der Storchenboom in der Stadt Sachsenhagen hat unter Fachleuten landesweit Aufmerksamkeit erregt. Eine Erklärung dafür gab es bislang nicht. Nun ist wohl klar: Die Störche aus den inzwischen sechs Nestern finden Nahrung im Entsorgungszentrum Sachsenhagen.

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Die Störche aus den insgesamt sechs Nestern finden ihre Nahrung im Entsorgungszentrum.

Quelle: jpw

Im Jahr 2008 hatte die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg als Betreiber des Entsorgungszentrums den gesetzlichen Auflagen Genüge getan und den Deponiekörper abgedeckt.

Seither geht kein unbehandelter Müll mehr auf die Deponie, was den niedersachsenweit bekannten Storchenexperten Reinhard Löhmer bereits im Jahr 2008 freute: „Die Tiere müssen sehr stark sein, um mit den einfahrenden Lastwagen in die Halle einzufliegen“, sagte er damals gegenüber den Schaumburger Nachrichten und fuhr fort: „Das passiert inzwischen nicht mehr.“

Störche fliegen zum Entsorgungszentrum

Vor einigen Wochen vermutete Löhmer, angesprochen auf die Vermehrung der Störche, dass sie zugefüttert werden könnten. Doch er scheint sich zu irren: Sachsenhäger beobachteten Flugverkehr zwischen den Nestern im Ort und dem Entsorgungszentrum. Anlagenleiterin Antje Ludwig bestätigte gegenüber den SN, dass sich Störche sowohl in der Halle, als auch in frisch abgeladenem Abfall aufhalten würden.

„Das sind aber nicht mehr so viele wie früher“, sagte Ludwig. „Die Menschen werfen eben immer noch zu viel Essbares weg“, meinte sie. Früher seien teilweise bis zu 40 Störche auf der Deponie gewesen, einige hätten sogar dort überwintert. jpw

Nachwuchs wird langsam flügge

Die Zahl der Jungstörche stagniert, aber auf einem hohen Niveau: 21 Tiere sind in den zehn Horsten in der Samtgemeinde Sachsenhagen aufgezogen worden. Das sind genau so viele wie im vergangenen Jahr.

Weiteres Storchenpaar

Der Storchenbeauftragte für den Landkreis Schaumburg, Ewald Frisch, ist mit dem Brutergebnis zufrieden. Mit dem neuen Nest auf der Conradi-Mühle gab es nicht nur eine weitere Brutstätte, sondern auch ein weiteres Storchenpaar. Wie berichtet, war dieses Nest samt einem Jungen bei einem Gewittersturm abgestürzt. Das Paar hat zwar sein Nest wieder aufgebaut und einen weiteren Brutversuch unternommen, doch wird es dort in diesem Jahr keinen Nachwuchs geben.

Im Nest Auhagen-Ost sitzen drei Junge, in Auhagen-West ist kein Nachwuchs zu sehen. „Definitiv ein Junges gib es im Nest in Hagenburg“, berichtet Frisch. Das Paar habe später angefangen zu brüten. Der Nachwuchs wird langsam flügge, wie der Storchenbeauftragte ergänzt.

Ein Junges in Sachsenhagen

Drei Jungvögel sitzen in Nienbrügge im Nest. Auf den Nisthilfen in der Dühlmeierschen Wiese in Sachsenhagen haben beiden Storchenpaare jeweils drei Junge. Ein Junges – so sagt der Experte – lebt im Nest auf der Alten Schule in Sachsenhagen.

Vier Junge zieht das Paar auf der Alten Möbelfabrik im Dühlfeld groß. Dreimal Nachwuchs hat es im umgesiedelten Nest auf dem ehemaligen Schlauchturm am Feuerwehrgerätehaus in der Stadt Sachsenhagen gegeben. jpw

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