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Samtgemeinde Sachsenhagen Samtgemeindebürgermeisterkandidaten bei Podiumsdiskussion in Konkurrenz mit Hannover 96
Schaumburg Seeprovinz Samtgemeinde Sachsenhagen Samtgemeindebürgermeisterkandidaten bei Podiumsdiskussion in Konkurrenz mit Hannover 96
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16:40 15.08.2011
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Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Eine ganze Region liegt im Europapokalfieber, und die, die keine Karten mehr für die AWD-Arena bekommen haben, werden vermutlich um 20.15 Uhr zur besten Sendezeit vor dem Fernseher sitzen – und wohl nicht, wie vom Veranstalter der Podiumsdiskussion, der Wählergemeinschaft Hagenburg, erhofft, von 19 Uhr an im Gasthaus, um den Kandidaten zu lauschen.

Und als wäre das alles nicht schon Zwickmühle genug, so ist ein mit den Vorsitzenden der Ausschüsse abgestimmter Termin für eine gemeinsame Sitzung des Bau- und Planungsausschusses und des Feuerwehrausschusses, der zeitgleich in Nienbrügge angesetzt war, erst jetzt um eine Woche verschoben worden. Noch am vergangenen Freitag sah es so aus, als ob die Sitzung zeitgleich zur Podiumsdiskussion hätte stattfinden sollen.

„Hui, und eine Sitzung des Bauausschusses ist auch noch. Trefflich, trefflich“, kommentierte das der Samtgemeinderatsherr Carsten Becker (CDU). Zuvor hatte sich Samtgemeindebürgermeisterkandidat Ingo Harmening über den „äußerst unglücklichen Termin“ beschwert. „Meine schon gekaufte Karte darf ich damit vergessen“, kritisierte der eingefleischte 96-Fan: „Denn ohne überheblich zu sein – es ist wohl interessanter, wenn ich zur Podiumsdiskussion erscheine. Ärgerlich, ärgerlich.“

„Wir haben das nicht auf dem Schirm gehabt“, sagt Organisator Horst Häußler von der Wählergemeinschaft Hagenburg. Er hat nach eigenem Bekunden zu keiner Zeit über eine Verlegung nachgedacht. Auch die Moderatorin Sabine Steuernagel sei ja „zeitlich sonst auch gebunden“.

Hinter dem Termingerangel tritt zurück, dass die Wählergemeinschaft versucht, die Kandidatendiskussion in der Samtgemeinde anzuschieben. Es wird das einzige Mal sein, dass Jörn Wedemeier, Heiko Bothe und Ingo Harmening gemeinsam auf einem Podium sitzen und befragt werden können. Damit beschleunigt sich der – auch wegen der Sommerferien – vor sich hindümpelnde Wahlkampf ein wenig.

Fraglich bleibt, ob es den Parteien gelingt, über neue Medien wie „Facebook“ oder über das Internet allgemein Interesse zu wecken und potenzielle Wähler anzusprechen. Bisher setzen die Parteien und Gruppierungen außer einigen Plakaten weitgehend auf den Briefkasten-Wahlkampf und verteilen – nicht immer flächendeckend – ihre Wahlflyer und programmatischen Aussagen, kombiniert mit einzelnen, eher kleineren Veranstaltungen.

Ein direkter Austausch von Argumenten der drei Kandidaten und eine Auseinandersetzung mit denen des jeweiligen Gegners ist bis zum Wahltag nicht mehr geplant. Die Podiumsdiskussion scheint also die einzige Gelegenheit zu sein, sich – wie von der Wählergemeinschaft gewollt – „als Wähler ein Bild davon machen zu können“, wer künftig als Person die Verwaltung der Samtgemeinde leiten soll.

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