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Tschernobyl-Gruppe sammelt Geld für behindertes Kind

Für Nikita Tschernobyl-Gruppe sammelt Geld für behindertes Kind

Der kleine Nikita lacht und freut sich, wenn er ein wenig gekitzelt und gedrückt wird. „Man muss ihn manchmal so fest anfassen, er spürt sich nicht“, sagt Volker Töpp, der mit dem Zweijährigen in Vechta bei einem Kinderarzt gewesen ist. Nach dem Besuch mussten die Organisatoren aus dem Arbeitskreis Tschernobyl der Kirchengemeinden Sachsenhagen und Altenhagen-Hagenburg etwas umdenken, was sie für das schwerbehinderte Kind tun können.

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Dolmetscherin Yelena Kusmanov bemüht sich um Kontakt zu Nikita.

Quelle: jpw

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Nikita gehört mit seiner Mutter zu der Gruppe, die aus dem weißrussischen Tschaptschize vier Wochen lang zur Erholung in die Samtgemeinde Sachsenhagen gekommen sind. Mutter Anna Blogodjorowa ist selbst um die Jahrtausendwende herum als betroffenes Kind aus der Region um den Unglücksreaktor in Tschernobyl zur Erholung in Sachsenhagen gewesen. „Sie hat sich dort offenbar pudelwohl gefühlt“, sagt Ulla Thürnau-Freitag. So wohl jedenfalls, dass der inzwischen in Einzelfällen fast familiäre Kontakt innerhalb des großen Besuchskreises nie abgerissen ist.
„Eigentlich wollte sie nicht noch einmal kommen, sondern nur mitteilen, dass sie ein behindertes Kind hat“, sagt Thürnau-Freitag, Die Reise der heute 24-jährigen mit ihrem Sohn habe sich dann doch ergeben, auch deshalb, weil auf deutscher Seite die Annahme bestand, dem Kind eine bessere, medizinische Versorgung zukommen lassen zu können, als in Weißrussland.
Die Untersuchungen in Deutschland haben die Diagnosen der weißrussischen Ärzte jedoch bestätigt, sagte Töpp. Nikita leidet an einer, durch einen Gen-Defekt ausgelösten Stoffwechselkrankheit. Der Junge kann laut Töpp unter anderem nur schemenhaft sehen, sein Gehirn ist geschädigt und er wird wahrscheinlich niemals laufen können. Auch seine Lebenserwartung sei begrenzt. Es ist das zweite Kind der Mutter mit einem Gen-Defekt. Das Erste hatte sie im neunten Monat verloren.
Ausrichten können die deutschen Helfer für Nikita direkt nur wenig; allerdings will der Arzt Kontakt zu einer Kollegin im weißrussischen Gomel herstellen. Dort soll Nikita künftig behandelt werden.
Um einen medizinischen Stuhl, eine Art Rollstuhl, will sich die Tschernobyl-Gruppe jetzt kümmern und auch eine Stehhilfe für den Jungen besorgen. Dazu müssen jetzt Spenden gesammelt werden. Diese will der Arbeitskreis gezielt nach Weißrussland, zu Nikita und seiner Mutter, weiterleiten.

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