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Was wollen die drei Bürgermeister-Kandidaten?

Samtgemeinde Sachsenhagen / Wahl Was wollen die drei Bürgermeister-Kandidaten?

Fragen der SN an die drei Bewerber

Was gehen Sie in den ersten 100 Tagen an?
Welches Vorhaben wollen Sie nach einem Jahr erledigt haben?
Welche Ziele wollen Sie zum Ablauf der Wahlperiode erreicht haben?
Was wollen Sie bei der Kinderbetreuung verbessern?
Welche konkrete Regelung streben Sie bei den „Brenntagen“ an?
Worauf soll die Samtgemeinde verzichten, um einen ausgeglichenen Haushalt und den Abbau der Schulden bewältigen zu können?
Gibt es Gepflogenheiten, die Sie von Ihrem Amtsvorgänger übernehmen wollten – oder gibt es welche, auf die Sie ausdrücklich verzichten wollen?

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Die Drei wollen Chef im Rathaus der Samtgemeinde Sachsenhagen werden: Jörn Wedemeier (von links) Ingo Harmening und Heiko Bothe. © rg

Heiko Bothe (CDU)

Im Falle einer gewonnenen Wahl kann „ich in den ersten 100 Tagen kann ich nicht viel in Bewegung setzen“, sagt der Landwirt und bisher ehrenamtlich tätige stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Heiko Bothe, „die ganze Verwaltungsstruktur kennenlernen, mit den Parteien, den Fraktionen und den Grupperungen ins Gespräch kommen“. Das „Allerwichtigste“ ist für Bothe die konstituierende Sitzung am 3. November „so vorzubereiten, dass es „keine Disharmonien“ gibt.

Bothe würde „verlässliche Bürgersprechstunden jede Woche, beziehungsweise jeden Monat“, einrichten und das Internet in punkto Veranstaltungen auf den neuesten Stand bringen.

Innerhalb eines Jahres will Bothe einen Jugend- und einen Seniorenbeirat in Angriff nehmen, einen „Bildungs- und Betreuungstag“ einführen und in den eigentlich dafür zuständigen Gemeinden die Verkehrssicherung bei den Schulen und den Kindergärten vorantreiben. „Da ist vieles im Argen.“

Die Krippenbetreuung müsse bis 2013 vorbereitet werden, die Schülerbeförderung, Jugendarbeit weiter vorantreiben. „Natürlich kommt neben der Einarbeitung und Repräsentation die tägliche Arbeit dazu, die Sitzungen vorzubereiten.“ Mittelfristig will Bothe unter anderem weitere Energieeinsparung vorantreiben, ein Blockheizkraftwerk ermöglichen und noch einmal alle Gebäude auf Energieeinsparmöglichkeiten untersuchen lassen, sowie auch den öffentlichen Nahverkehr verbessern und in den Grundschulen die „offene Ganztagsschule“ umsetzen.

Bei den Brenntagen kann er sich eine Abschaffung „vorstellen“ – mit Schredder-Konzepten – und das Ordnungsamt zur Kontrolle der bislang bestehenden Vorschriften einsetzen.

„Schulden haben wir nicht mehr wahnsinnig viele“, sagt er. „Wir haben einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt bekommen.“ Der Rest werde „kontinuierlich abgebaut“.

„Ich möchte keine Gepflogenheiten von meinem Vorgänger übernehmen“, sagt Bothe, sondern „auf Alleingänge verzichten.“sowie die Beteiligten frühzeitig in die Entscheidung einbeziehen.

Jörn Wedemeier (SPD)

Für den zweiten Mann in der Samtgemeindeverwaltung, Samtgemeindeoberamtsrat Jörn Wedemeier, stünden im Falle seiner Wahl in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit im Vordergrund, „solide Haushaltspläne für 2012 aufzustellen“. Weiterer Gedanke ist bei ihm, die Verwaltung der Samtgemeinde „in Teilen umzustrukturieren“.

Innerhalb eines Jahres will er die mit der derzeitigen Regelung bestehenden Transportprobleme der Kinder- und Jugendfeuerwehren lösen. „Es gilt für mich, das Ehrenamt zu unterstützen und es nicht zu behindern“, betont er. Wichtig wäre für ihn auch, die Diskussion um das Lehrschwimmbad in Hagenburg innerhalb eines Jahres zum Abschluss zu bringen.

Bis zum Ablauf der Wahlperiode will der jetzige allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters die Samtgemeinde zu einem attraktiven Wohn- und Gewerbestandort mit gesunden Finanzen weiter ausbauen.
„Entsprechend dem Bedarf“ sollen nach seiner Auffassung in den Einrichtungen der Samtgemeinde Ganztagsangebote bis in den Grundschulbereich bereitgestellt werden.

In Sachen „Brenntage“ weist Wedemeier darauf hin, dass „Grüngut Bioenergie“ sei und die AWS in der Anlage Sachsenhagen an der Vermarktung dieser Energie arbeitet: „Wir sollen Pilotanwender werden“, sagt er. Verbrennungen in Siedlungsnähe, so findet er, „können nur in Härtefällen eine Lösung sein“.
Verzichtbar in finanzieller Hinsicht sind für den Diplom-Verwaltungswirt und Diplom-Kaufmann Wedemeier „Infrastruktur, die nicht ausgelastet werden kann“ und „überzogene Ansprüche im Bereich der Grünpflege“.

Der Schuldenabbau in der Samtgemeinde sei seit Jahren „gut organisiert“ und er werde es bleiben, „wenn unnötige Investitionen vermieden werden“.

Bei abschließenden Frage nach den Gepflogenheiten des Amtsvorgängers lässt er sich nicht aus der Reserve locken: „Ich trete als eigenständiges Original an – nicht als Kopie meines Amtsvorgängers.“ Es müsse Parallelen und Unterschiede geben.

Ingo Harmening (parteilos)

Für Ingo Harmening, Diplom-Verwaltungswirt und Sachbearbeiter in der Samtgemeindeverwaltung, stünde im Falle seiner Wahl bereits in den ersten 100 Tagen die Entscheidung über das Hallenbad Hagenburg an: „So, oder so!“ Das Bad stünde Mitte Januar ein Jahr geschlossen da, ohne dass bislang Entscheidungen gefallen wären, sagt Harmening, derzeit ehrenamtlicher stellvertretender Gemeindedirektor von Hagenburg.

Innerhalb eines Jahres würde er das Thema „Energiewende“ in Angriff genommen haben, eventuell mit einem Gutachter einer zu gründenden Energieagentur des Landkreises, oder eines unabhängigen Büros.

Harmening versteht seine Vorstellungen als Anregungen für die Politik. „Der Bürgermeister kann nur beratend tätig werden.“ Zum Ablauf der Wahlperiode will Harmening Projekte der „’Energiewende’ angepackt und umgesetzt haben“.
Die Hortbetreuung für Kinder werde bis 2013 „völlig klar“ verwirklicht werden können“. Durch den Rückgang der Kinderzahlen bekomme die Samtgemeinde räumliche und personelle Kapazitäten frei, um Hort- und Ganztagsbetreuung zu gewährleisten.

Für Harmening steht die Abschaffung der Brenntage im Vordergrund, „nicht ohne eine gewisse Abfederung“ für die Bürger, anfallende Materialien anders verwenden zu können.

Harmening hat eine „gewisse Hoffnung, dass die Samtgemeinde Sachsenhagen von der Konjunktur profitiert“, und einigen von ihm - „in Zusammenarbeit mit den Bürgern“ vermuten Sparpotenzial, zum Beispiel bei der Straßenreinigung, dazu dienen könne „Kapazitäten frei zu bekommen“.

„Regelrechter Verzicht“, müsse nicht geleistet werden. Der Schuldenabbau und der ausgeglichene Haushalt könnten so bewältigt werden. Für ihn muss es künftig „eine Streckung von sogenannten Großprojekten“ geben.

Eine Gepflogenheit Adams, dass er – zeitlich gesehen – immer für Bürger ansprechbar gewesen sei, empfindet er positiv. Harmening würde allerdings als Chef der Verwaltung repräsentative Termine stärker auf mehrere Schultern verteilen.

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