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Zeichen im Samtgemeinderat stehen offenbar auf Rot-Grün

Samtgemeinde Sachsenhagen / Rat Zeichen im Samtgemeinderat stehen offenbar auf Rot-Grün

Wer mit wem im Samtgemeinderat in Sachsenhagen? Für die nächsten Tage stehen Gespräche bevor, die über die Mehrheiten der nächsten fünf Jahre entscheiden. Gibt es nach dem entscheidenden Sitzverlust für die bisherige Mehrheitsgruppe CDU/Wählergemeinschaft eine rot-grüne Bürgermeistermehrheit für Jörn Wedemeier? Oder kommt noch eine andere Offerte ins Spiel?

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). „Wir werden uns erst miteinander besprechen und dann mit der SPD reden“, sagt der bisherige Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Heinz Wulf. 2001 bis 2006 hatte Wulf mit den Grünen schon einmal mit der SPD kooperiert. In der neuen Ratsperiode vertreten außer Wulf Monika Tautz und Freddy Hinse die Grünen im Samtgemeinderat.

Für den Wölpinghäuser Wulf ist es wichtig, dass seine Partei die Aussagen vor der Wahl, die unter anderem den Einsatz für eine energetisch sinnvolle Sanierung des Bades in Hagenburg einschließen, auch einhalten kann.

Zur Lösung dieser Frage könnte sich Wulf möglicherweise einen Bürgerentscheid vorstellen, obwohl es im Samtgemeinderat aller Voraussicht nach nicht um die Sanierung, sondern um einen Zuschuss zu den laufenden Kosten gehen wird.

Einen „Knackpunkt“ scheint Wulf in der Schwimmbad-Thematik aber nicht zu sehen. Für den erfahrenen Grünen-Politiker deutet sich eine Tendenz zu Rot-Grün an. Er geht davon aus, dass die Gespräche „schnell zu Ende geführt werden könnten“ – wenngleich sich Wulf auch bei einer Offerte der CDU auf Samtgemeindeebene zumindest für Gespräche offen zeigen würde.

Der Sozialdemokrat Wilfried Hentschke, der bereits vor zehn Jahren einer der Architekten der rot-grünen Zusammenarbeit im Samtgemeinderat gewesen ist, geht von einer erneuten Kooperation von SPD und den drei Grünen im Samtgemeinderat aus. Aber auch er will den Entscheidungen seiner Partei und auch von SPD-Fraktionschef Wilfried Kleiner nicht vorgreifen.

Offen ist bisher, ob die Gruppe aus CDU und Wählergemeinschaft aus der vergangenen Wahlperiode weitergeführt wird oder ob es seitens der Christdemokraten vielleicht sogar ein Gesprächsangebot an die drei Ratsmitglieder der Grünen geben könnte.

CDU-Fraktions- und auch Gruppensprecher Heiko Bothe, der gestern zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen war, hatte vor der Wahl allerdings den Wunsch nach einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Wählergemeinschaft geäußert.

Ganz entspannt sieht Christa Kreft für die Wählergemeinschaft, deren Mandatsverlust gleichbedeutend mit dem Mehrheitsverlust gewesen ist, die Situation: „Wir haben noch keine Gespräche geführt“, sagt sie, die mit Jan Christoph Goepfert aus Sachsenhagen einen neuen Ratskollegen an ihrer Seite hat.

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