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180 Vogelarten im neuen Biotop gezählt

Seeprovinz 180 Vogelarten im neuen Biotop gezählt

Das Sumpfbiotop am Westufer des Steinhuder Meeres hat sich zu einem Paradies für Wat- und Wasservögel entwickelt. Obwohl es anfangs wie ein brachialer Eingriff in die Natur ausgesehen hat, hat sich aus der vor einem Jahr umgestalteten Fläche auch für Tausende Besucher ein beliebter Anlaufpunkt entwickelt.

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Sehr seltene und heimliche Vögel wie diese Rohrdommel sind mittlerweile im Vogelbiotop zu sehen.

Quelle: pr.

Seeprovinz. Insbesondere die guten Sichtverhältnisse auf die Wasserfläche stehen bei den Interessierten, darunter sind besonders viele Radler, hoch im Kurs.

Bis zu sechs Kettenfahrzeuge, Bagger, Raupen und Kettendumper gestalteten im Auftrag der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) eine Grünlandbrache zu einem Sumpfbiotop um. „Die neue Fläche, die eine Erweiterung des 1980 geschaffenen alten Vogelbiotops ist, zieht in einem nicht erwarteten Umfang Vögel unterschiedlichster Arten an“, sagt Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der ÖSSM und Projektleiter. „Erst recht, weil es in diesem Jahr relativ trocken ist und die Nahrungsgrundlage für Watvögel in der Landschaft generell knapp ist.“

Fast 180 Vogelarten seien schon in dem neu geschaffenen Lebensraum gesehen worden, darunter Seltenheiten wie Raubseeschwalben, Sumpfläufer und Rotfußfalken. Diese Arten können nicht alljährlich am Steinhuder Meer beobachtet werden. See- und Fischadler, Kraniche und einige seltene Entenarten nutzen das neue Biotop sogar tagtäglich. Kiebitze hatten dort in diesem Jahr einen guten Bruterfolg, anders als in den aufgrund der wasserarmen und warmen Witterung schnell ausgetrockneten Feuchtgebieten andernorts.

„Mit der Erweiterung des bereits 1980 angelegten Vogelbiotops um eine fast 14 Hektar große Fläche ist uns ein ganz großer Wurf zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten gelungen“, freuen sich Brandt und ÖSSM-Geschäftsführer Thomas Beuster.

Die Umsetzung des Projektes wäre nicht möglich gewesen, wenn Land und Region Hannover die Flächen nicht schon Jahre zuvor gekauft hätten. Finanziell beteiligten sich das Land Niedersachsen, die Niedersächsische Bingo Umweltstiftung und die Region Hannover an dem 170.000 Euro teuren Projekt. Mittlerweile sei das neue Vogelbiotop auch zu einer Pilgerstätte zahlreicher Hobby-Ornithologen geworden, und die kommen nicht nur aus der Region.

Für Brandt gibt es einen positiven Nebeneffekt: Die wiedervernässten Moorböden geben keine Treibhausgase mehr an die Atmosphäre ab. Stattdessen speichert die aufkommende Moorvegetation in Zukunft sogar Kohlenstoffe und somit leistet die Naturschutzmaßnahme nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Arten-, sondern auch zum Klimaschutz. r

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