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Seeprovinz 180.000 Übernachtung mehr als vor zehn Jahren
Schaumburg Seeprovinz Seeprovinz 180.000 Übernachtung mehr als vor zehn Jahren
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00:17 25.06.2017
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Steinhude

Rehbock machte deutlich, dass sich am Steinhuder Meer in den vergangenen Jahren schon viel entwickelt hat, um neben Tagesausflüglern auch mehr Gäste zu bekommen, die länger bleiben. Nach den offiziellen Zahlen aus Betrieben mit mehr als zehn Betten, wurden 2006 135 000 Übernachtungen gezählt, 2016 waren es schon 315 000. „Die Entwicklung ist richtig, aber wir haben auch noch Luft nach oben,“ sagte Rehbock. Wünschenswert sei der Tourismus als stabiler Wirtschaftsfaktor allemal – gebe ein Tourist nach Untersuchungen doch bis zu 80 Euro am Tag aus.

Die Luft nach oben bestätigte auch Gast Sven Ambrosy, Landrat in Friesland und Vorsitzender des niedersächsischen Tourismusverbandes. Während die Übernachtungszahlen landesweit 2016 im Vergleich zum Vorjahr 3,5 Prozent zugelegt haben, gab es in der Region Hannover/Hildesheim nur magere 0,5 Prozent. Die geringe Steigerung gelte allerdings nicht für die Steinhuder-Meer-Region, führte Rehbock später im Gespräch mit den SN an.

Kommunale Grenzen überwinden

Für weiter steigende Übernachtungszahlen hatte Ambrosy hatte einen ganzen Vorschlagskatalog mitgebracht. Für das Marketing müssten die kommunalen Grenzen überwunden werden – wobei der Referent der Meerregion bescheinigte, mit der SMT gut zu fahren. Da heute Online-Buchungen eine wichtige Rolle spielen, müsse die Tourismus-Wirtschaft daran den Anschluss halten. Zudem verstärke die Digitalisierung die Notwendigkeit, den Gästen hohe Qualität mit gutem Service zu bieten. Ambrosy: „Negative Kommentare auf Facebook werden sehr viel häufiger geteilt als positive.“
Der Verbandsvorsitzende warb dafür, stark auf die regionalen Besonderheiten zu setzen und ruhig auch Ausflugsziele außerhalb des eigenen Gebietes zu empfehlen. Gesundheitsangebote und eine Umgebung, in der die Menschen sich sicher fühlen können, seien außerdem Argumente, mit denen Reisende gelockt werden können.

Eine stärkere Rolle als bisher würden künftig ausländische Besucher etwa aus dem Norden spielen, auch weil alternative Urlaubsziele im Süden durch Krisen an Attraktivität verloren haben. Ambrosy: „Die Ströme verändern sich.“ Nicht nur deshalb sei es sinnvoll, ein umfassendes Tourismus-Konzept zu erarbeiten. sok, sk

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