Auhagen. So, als wollte er seine Vorgeschichte verbergen – die Ursache dafür, warum der eine Teil von Auhagen bis etwas zur Hälfte der Strecke in Split und der andere Teil bis Sachsenhagen in Beton ausgeführt ist.
„Genug vom Behördenwirrwar“ hatte der komplette Auhäger Rat gegen Ende des Jahres 2008. Gemeinsame Planungen mit der Stadt Sachsenhagen fanden über Jahre nicht die notwendige Resonanz bei den zuständigen Behörden. Immer wieder gab es Verzögerungen, von „ungünstigen Kurvenradien“ war unter anderem als Begründung die Rede.
Seit den ersten Überlegungen in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts dauerte es mehr als drei Jahre, bis dem Rat schließlich fraktionsübergreifend der Kragen platzte. Die Kommunalpolitiker beschlossen, auf der geplanten Trasse einen zwei Meter breiten Streifen abschieben zu lassen, Grobschotter einzubringen und Feinsplitt aufzubringen. Bei so viel Hemdsärmeligkeit wollten die Sachsenhäger nicht mitziehen, „nichts Ilegales tun“, wie der damalige Stadtdirektor Egbert Lichtinger es formulierte. So entstand die Trasse, auf der Fahrradfahrer die Möglichkeit bekamen, der engen Landesstraße auszuweichen. Die Sachsenhäger zogen erst später völlig legal in Beton nach.
Jetzt wiederum gibt es in der Gemeinde Auhagen Überlegungen, aus dem einstigen Provisorium endlich einen richtigen Fahrradweg zu machen und die Trasse mit einer Bitumendecke zu versehen. 20000 Euro sind dafür vorsorglich in den Haushalt dieses Jahres eingestellt. Der Rat will darüber im Laufe des Jahres entscheiden.
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