Auhagen (jpw). Fast hatten die Verantwortlichen ihren Traum für diesen Winter schon drangegeben. Ein zünftiges Eissstockschießen auf dem Dorfplatz, so richtig mit Glühwein und Bratwurst, das sollte es sein. Doch das fast schon vorfrühlingshafte Wetter ließ die Träume von winterlicher Pracht dahinschmelzen, bis plötzlich das Kältehoch „Dieter“ sich aus Sibirien auf den Weg nach Westeuropa machte.
Während sich der Vorsitzende des Après-Ski-Clubs, Holger Rieger, umgehend auf die Suche nach Eisstöcken begab, rüstete sich das Team um den Ehrenvorsitzenden des Männergesangvereins, Heinz Adam und auch Bürgermeister Kurt Blume, um auf dem Dorfplatz die Boulebahn vom Sommerbetrieb auf den Winterbetrieb umzurüsten.
Die materiellen Voraussetzungen hatte der unermüdliche Heinz Adam mit seinem erneuten Gewinn bei einer Ausschreibung der Firma Eon geschaffen, mit der Idee, auf dem Dorfplatz Eisstockschießen zu veranstalten, gewann er 500 Euro.
So besorgte er sich von der Feuerwehr gebrauchte Schläuche, legte gemeinsam mit dem Erich Köhne. Horst Jühlke, Manfred Beckedorf und Kurt Blume Folie und eine Holzumrandung für das acht mal 16 Meter messende Areal.
Mit bloßen Händen im kalten Wasser schob die Herrenrunde – die man am Wochenende in Auhagen möglicherweise als die „Eisheiligen“ preisen wird – eine dicke Eisschicht an die Seite. „Wir haben gestern abend in einem Teil schon angefangen und das war der Fehler“, sagte Beckedorf. Aber, wer den handwerklichen Ehrgeiz und das Geschick der Runde kennt, weiß, dass die Eisstockschützen am Wochenende ein bestens präpariertes Eis erwarten wird.
Wann genau die Wettbewerbe am Sonntag beginnen werden, konnte Rieger gestern noch nicht sagen. Er war gleich nach der Arbeit in die Baumärkte der Umgebung geeilt, um weiteres Zubehör zu besorgen. Der genaue Termin wird noch in der SN-Druckausgabe und auf SN-online bekannt gegeben.
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