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Begehrtes Flachwasser

Seeprovinz Begehrtes Flachwasser

Erst seit rund fünf Wochen sind die Bauarbeiten am 14 Hektar messenden, neuen Flachwasserbereich des Vogelbiotops am Heudamm westlich des Steinhuder Meeres beendet. 114 verschiedene Vogelarten sind schon in der neuen Erweiterungsfläche gesichtet worden.

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Auch der Leiter des Teams „Naturschutz West“, der Region Hannover, Wolfgang Fiedler, wirft gerne einen Blick auf die Artenvielfalt im erweiterten Vogelbiotop.

Quelle: jpw

Seeprovinz. Für Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer, bedeutet diese große Zahl verschiedener Arten zwar schon, dass die Vögel „enorm schnell lernen“, doch steht zum Beispiel noch aus, ob unter anderem die Bekassine wieder zum Brutvogel am Steinhuder Meer wird. Dieser Schnepfenvogel ist in Deutschland in den vergangenen Jahren im Bestand um 40 Prozent zurückgegangen.

 Das jetzt überschwemmte, ehemalige Grünland ist überwiegend bereits vor mehr als 30 Jahren vom Land Niedersachsen und dem damaligen Landkreis Hannover mit dem Ziel gekauft worden, dort den Schutz bedrohter Pflanzen und Tiere zu verwirklichen. Es sei, so sagte Brandt, bislang „mehr oder weniger regelmäßig genutzt worden“ und habe für Landwirte und Naturschützer keinen wirklichen Wert gehabt.

 Nachdem die Einwilligung aller Grundeigentümer – unter anderem auch Kleinstparzellen des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft, des Wasser- und Bodenverbandes und der Stadt Neustadt vorlag, übernahmen das Land Niedersachsen, die Bingo-Umweltstiftung und die Region Hannover es, die notwendigen 170 000 Euro für das Projekt bereitzustellen.

 Zwei umfunktionierte Pistenraupen und Bagger schufen die neu entstandenen Flachwasserbereiche, in denen das Wasser jahreszeitlich zwischen 20 und 30 Zentimeter hoch stehen kann. Für die neue Verwallung – aus dem Material des alten Dammes gebaut – schätzt Brandt die Zahl auf rund 2000 Lastwagen-Ladungen. Das ist ein Volumen von rund 12000 Kubikmeter. Ein Nebeneffekt: Durch die Arbeiten sind aus dem Moor viele alte Baumstämme wieder sichtbar geworden, Überreste des Bruchwaldes in Ufernähe.

 Das erweiterte Vogelbiotop soll künftig auch vom Heudamm besser einsehbar bleiben und wird daher vermutlich noch mehr Besucher anziehen als ohnehin schon. Im gesamten westdeutschen Binnenland gebe es derzeit keinen Ort, an dem so viele Wat- und Küstenvögel zu sehen seien, wie am Steinhuder Meer, meinte Brandt: „Dazu trägt das neue Vogelbiotop maßgeblich bei.“ jpw

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