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Blaualgen trüben Schwimmvergnügen

Steinhuder Meer Blaualgen trüben Schwimmvergnügen

Sonne, blauer Himmel, Sommerhitze und Wassertemperaturen von 26,3 Grad – beste Vorbedingungen für ein Bad im Steinhuder Meer. Doch das Vergnügen ist stark getrübt. Die Region Hannover warnt bereits seit einigen Tagen vor dem Auftreten von Blaualgen. Vor allem kleine Kinder und Hunde seien gefährdet.

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Am Steinhuder Meer bilden sich regelmäßig Blaualgen.

Quelle: Archiv

Seeprovinz. Von Jan Peter Wiborg, Susanne Döpke und Conrad von Meding

Bereits am Anfang der Woche ist bei Mardorf nach einem Bad im Steinhuder Meer ein Labrador verendet. Die Veterinäre der Region Hannover schließen allerdings auch einen Hitzschlag als Todesursache nicht gänzlich aus.

Die Blaualge bildet sich bei heißem Wetter und sammelt sich in den Uferbereichen als grüne, trübe schimmernde Schicht. Sie enthält Bakterien, die Vergiftungen hervorrufen können.

Gerade das größte Vergnügen für kleine Kinder, das Plantschen in den seichten Uferbereichen der Badeinsel oder auch am Strand in Mardorf könnte – je nach Windrichtung zum Problem werden, die Region Hannover rät jedenfalls gegenwärtig in Bereichen mit vermehrtem Blaualgen-Aufkommen vom Plantschen und auch Baden ab.

Der Hemminger Phytoplankton-Experte Michael Butkay fischt seit 2003 mehrfach jährlich im Steinhuder Meer nach Blau- und Grünalgen, er fotografiert sie auch unter dem Mikroskop. Auch wenn es nahezu jährlich Warnungen vor den Minigewächsen gibt, die bei Verschlucken Atembeschwerden und Lähmungen hervorrufen können und auch starke Entzündungen im Intimbereich, beobachtet er insgesamt einen Rückgang des Minipflanzenlebens in dem Flachsee. „2003 hatte ich bei einem Zug durchs Wasser etwa 100 Phytoplankton-Exemplare, letztes Jahr waren es zur gleichen Zeit nur 34“, sagt Butkay.

Das Auftreten von Blaualgen trübt auch die Freude über die Auszeichnung des Geo-Magazins unter den Top Zehn der deutschen Badeseen für das Steinhuder Meer. Warum der größte niedersächsische See den fünften Platz erreichte, darüber hüllten sich die Magazinmacher in Schweigen. Eine deutsche Tageszeitung hatte den niedersächsischen Flachsee im vergangenen Jahr allerdings unter die zehn schlechtesten deutschen Badeseen eingereiht und dafür auch einen Grund genannt. Das vermehrte Auftreten von Blaualgen.

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