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Bodo Dringenberg stellt sein drittes Wilhelmstein-Buch vor

Delikates von der „Inseldirne“ Bodo Dringenberg stellt sein drittes Wilhelmstein-Buch vor

Mit der „Inseldirne vom Wilhelmstein“ ist aus der Feder von Bodo Dringenberg so mancherlei Delikates aus den gewiss nicht sehr komfortablen Lagerstätten der Insel Wilhelmstein des ausgehenden 18. Jahrhunderts jetzt zwischen zwei Buchdeckel gelangt.

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Alexander zu Schaumburg-Lippe (links) und sein „Hausschriftsteller“ für den Wilhelmstein, Bodo Dringenberg, im Gespräch.

Quelle: jpw

Steinhude.  „Aber es ist meist jugendfrei“, bremste der Hausherr des Wilhelmsteins, Alexander zu Schaumburg-Lippe, sofort die Erwartungen bei der Vorstellung des 92-seitigen Paperback-Bändchens aus dem Verlag zu Klampen im Kommandantenzimmer der Festungsinsel.
Dringenberg, der bereits zwei Kriminalerzählungen veröffentlicht hat, habe sich mit seinem inzwischen dritten Buch über den Wilhelmstein zum Hausschriftsteller für die Insel emporgearbeitet, lobte Alexander mit einem leichten Schuss Ironie.
Die junge Soldatenwitwe und Weberstochter Ursula Stindt, so berichtete Dringenberg, habe „sinnlich wohlüberlegt“ 1815 von einem Leben berichtet, das bisher nicht von der Geschichtsschreibung erwähnt wurde. Durch Indiskretionen sei ihr Manuskript aus der Hand eines Steinhuders zu Dringenberg gekommen.
Bei allen literarischen Freiheiten achtete der Autor in seiner Erzählung auf die historisch folgerichtige Verzahnung mit seinen beiden anderen Büchern. So lebte Stindt zum Beispiel auf dem Hof der Freifrau von Maetke, die in der „Gruft auf dem Wilhelmstein“ als Geliebte des Grafen Wilhelm vorkommt.
Dringenberg-Fans – und solche gibt es in Bezug auf seine Wilhelmstein-Lektüre eine ganze Menge – werden sich also wiederfinden. Nur der Stoff ist ein anderer, mit historischen Fakten gesättigte, gemäßigte Insel-Erotik. Ob es Ursula Stindt je gegeben habe, war die erste Frage von Alexander nach der Lektüre. Dringenberg wich daraufhin in literarische Freiheiten aus und erklärte: „Mich hat gereizt, das Inselleben auch einmal aus weiblicher Perspektive zu betrachten.“
 n Bodo Dringenberg, „Die Inseldirne vom Wilhelmstein. Erinnerungen der Urlusa Stindt von 1769 bis 1792“. Erzählung, Verlag zu Klampen, 2015, 7,99 Euro. ISBN 9783866744172.

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