Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Dem Schlamm geht es an den Kragen

Seeprovinz Dem Schlamm geht es an den Kragen

Viel Zeit zum Abwarten hatten sie nicht, denn der Zeitplan ist eng getaktet: Schon sollen auf der Fläche am Steinhuder Gemeindehafen die großen Ausflugsschiffe für den Winter gelagert werden. Und in den nächsten Wochen beginnt dann auch der Ausbau der Deichstraße, die zum Hafen führt.

Voriger Artikel
Begehrtes Flachwasser
Nächster Artikel
Region lädt zum Austausch ein

Die niederländische Firma Schilder installiert am Steinhuder Gemeindehafen den Bagger für die Entschlammung des Meeres.

Quelle: sok

Von Sven Sokoll

 „Normalerweise würden wir erst die Rohre auslegen und dann den Bagger, aber wir standen hier damit etwas unter Zeitdruck“, sagt Jürgen Linden, Deutschland-Repräsentant der Firma aus dem niederländischen Ursem. Immerhin wiegt das Gerät mit allen Anbauten im Wasser rund 70 Tonnen – die lassen sich nicht an vielen Stellen ins Wasser bringen.

 Wenn die Wassersportsaison endgültig vorbei ist und die Rohrleitung liegt, dann soll Anfang November die Entschlammung beginnen. 385000 Euro gibt das Land als Eigentümer des Steinhuder Meeres aus. Den Auftrag hat die Domänenverwaltung erteilt, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) plant und überwacht. Insgesamt sollen rund 50000 Kubikmeter dem Meer entnommen werden, vor allem Schlamm, der zum Trocknen auf den Polder in Großenheidorn gepumpt wird. Der kleine Sandanteil soll unterdessen den immer wieder schrumpfenden Strand auf der Badeinsel vergrößern.

 Zunächst kommen die Uferbereiche Flügelhorst, Ostenmeer und beiderseits der Badeinsel an die Reihe. Wegen der kurzen Entfernung zum Polder wird dafür keine zusätzliche Pumpstation benötigt.

 Wenn es dann an die Einfahrt des Hagenburger Kanals geht, muss unterwegs auf den sechs Kilometern aber noch zusätzlicher Druck aufgebaut werden. „Das ist für die Menge dort zwar ein ziemlich großer Aufwand, aber wir machen es trotzdem“, sagt Jürgen Linden, Deutschland-Repräsentant der ausführenden Firma Schilder. Am See war zuletzt befürchtet worden, der Schlamm vom Kanal solle wegen der großen Entfernung zum Polder nur an eine andere Stelle im Meer umgespült werden.

 Der mit zwei Mitarbeitern besetzte Bagger kann bei größeren Schichtdicken bis zu 12000 Kubikmeter Schlamm in der Woche aus Seen holen. Vor dem Steinhuder Ufer wird das aber wohl nicht erreicht, weil der Bagger zwischendurch häufiger seinen Standort wechseln muss. Stürmisches Wetter wie am Mittwoch schreckt das Schilder-Team übrigens nicht. „Aber Eis könnte uns schon stören“, sagt Linden. Geplant ist derzeit, dass die Arbeiten im Januar abgeschlossen werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg